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Algorithmen_Pablo Lagarto - Adobe Stock

Quelle: Pablo Lagarto - Adobe Stock

Algorithmen & KI

Menschen vor KI-Manipulation schützen

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Entscheidungen über Verbraucher:innen werden zunehmend durch algorithmische Systeme und Künstliche Intelligenz (KI) getroffen oder vorbereitet, etwa bei Scoring‑Verfahren im Finanzbereich. Auch die Entscheidungen der Verbraucher:innen werden immer öfter durch KI‑basierte Empfehlungssysteme und Chatbots wie ChatGPT und Co. beeinflusst. Menschen befürchten einerseits, dass Betreiber von KI‑Anwendungen diese einsetzen, um sie zu übervorteilen, andererseits vertrauen viele Menschen KI‑Chatbots. Oft ist für Außenstehende kaum nachvollziehbar oder nachweisbar, ob die Systeme Fehlentscheidungen treffen, gegen Gesetze verstoßen wie etwa das Diskriminierungsverbot oder Verbraucher:innen zu ihrem Nachteil manipulieren.

Mit der europäischen Verordnung über Künstliche Intelligenz (KI-VO) gibt es erstmals einen Rechtsrahmen, der den Einsatz künstlicher Intelligenz regelt. Dieser adressiert eine Vielzahl realer KI-Risiken, denen Verbraucher:innen täglich begegnen, wie der Echtzeit-Analyse von Kundenemotionen an Hotlines. Trotz vieler Fortschritte weist die KI-VO erhebliche Schutzlücken auf. Verbraucher:innen sind weiterhin nicht ausreichend vor Manipulation geschützt.

Am 19. November 2025 hat die Europäische Kommission ihre Vorschläge für ein Omnibus-Gesetz zur KIVO vorgestellt. Damit möchte die Europäische Kommission Bürokratie abbauen und die Regeln der KIVO praxistauglicher machen. Ab April 2026 verhandeln das Europäische Parlament und der Rat über das KIOmnibusGesetz. Der KIOmnibus darf die Schutzstandards der KIVO nicht aufweichen.

Bis zum 2. August 2025 hätte Deutschland eine nationale Aufsichtsstruktur für KI etabliert haben müssen. Das Bundeskabinett hat am 10. Februar den Entwurf zur Durchführung der Vorgaben der KIVO vorgelegt. Hier ist wichtig, dass die nationalen KIAufsichtsbehörden die Interessen der Verbraucher:innen angemessen berücksichtigen.

Der vzbv fordert

Europäischer KI-Omnibus: 

  • Transparenz und Rechtsdurchsetzung sichern: Ausnahmen von Verpflichtungen für Hochrisiko-KI müssen öffentlich einsehbar registriert werden.
  • Kennzeichnungspflicht und Recht auf Erklärung von KI-Entscheidungen nicht aufschieben: Verbraucher:innen müssen erkennen können, ob und wie KI über sie entscheidet.
  • Keine pauschalen Ausnahmen für HochrisikoKI in Medizin und Spielzeug: Hohe KISchutzstandards müssen eingehalten werden.
  • Kennzeichnungspflicht und Recht auf Erklärung nicht aufschieben: Verbraucher:innen müssen erkennen, ob und wie KI über sie entscheidet.


Deutsche Umsetzung der KI-verordnung: Kabinetts Entwurf KI-MIG

  • Die zentrale Aufsichtsbehörde muss Verbraucher:innen informieren und bei der Wahrnehmung ihrer Rechte aus der KI-Verordnung praktisch unterstützen.
Von Skepsis bis Dauer-User: KI im Verbraucheralltag: 52 Prozent der Befragten geben an, bereits Erfahrungen mit Anwendungen gemacht zu haben, die KI einsetzen.  41 Prozent der Befragten geben an, bewusst zu versuchen, keine Anwendungen zu nutzen, die KI einsetzen.  30 Prozent der Befragten geben an, selbst regelmäßig Anwendungen zu nutzen, die KI einsetzen

Quelle: vzbv

KI: Sorge vor Manipulation

Quelle: vzbv

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AI Act: Verbraucher:innen bei der Umsetzung berücksichtigen

AI Act: Verbraucher:innen bei der Umsetzung berücksichtigen

Positionspapier des vzbv | Juni 2024

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Der vzbv bewertet regelmäßig in einem Politikcheck, ob sich die Bundesregierung wie im Koalitionsvertrag angekündigt für eine verbraucherorientierte Algorithmenkontrolle einsetzt. Hier sehen Sie die aktuelle Bewertung:

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Weitere Inhalte auf Englisch

Verbraucherpolitik-Check: Bewertung der Arbeit der Bundesregierung

Alles zum Thema: Algorithmen & KI

Artikel (42)
Dokumente (21)
Verbraucher:innen bei KI-Aufsicht berücksichtigen

Verbraucher:innen bei KI-Aufsicht berücksichtigen

Aktualisierte Stellungnahme | März 2026

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AI Systems - Legal Bases

AI Systems - Legal Bases

Legal Opinion | December 2025 

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Tabellenband KI

Tabellenband KI

Befragung | Dezember 2025

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Verbraucher:innen bei KI-Aufsicht berücksichtigen

Verbraucher:innen bei KI-Aufsicht berücksichtigen

Stellungnahme | Oktober 2025 

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PDF | 172.07 KB
Anhörung Umsetzung AI-Act

Anhörung Umsetzung AI-Act

Stellungnahme | Mai 2024

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PDF | 286.84 KB
Urteile (1)
Videos & Grafiken (9)
KI: Sorge vor Manipulation

Quelle: vzbv

KI: Sorge vor Manipulation

Telefonische Befragung von forsa im Auftrag des vzbv (11.-28.03.2024) | Basis: 1.500 Personen ab 14 Jahren

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Von Skepsis bis Dauer-User: KI im Verbraucheralltag

Quelle: vzbv

KI-Nutzung von Verbraucher:innen

Telefonische Befragung von forsa im Auftrag des vzbv (11.-28.03.2024) | Basis: 1.500 Personen ab 14 Jahren

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Infografik: forsa-Umfrage im Auftrag des vzbv | Frage: Wie wichtig wäre die Umsetzung des folgenden Vorschlags für Ihren persönlichen Alltag? Personalisierte Online-Werbung verbieten, die auf persönlichen Profilen beruht, die anhand Ihrer vorherigen Aktivitäten im Internet erstellt wurden. 31% eher nicht wichtig; 25% eher wichtig; 40% sehr wichtig

Quelle: vzbv

Profilbildung zu Werbezwecken verbieten | Europawahl 2024

Telefonische Befragung von forsa im Auftrag des vzbv (11.-28.03.2024) | Basis: 1.500 Personen ab 14 Jahren

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