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Verbraucherbildung

Verbraucherbildung meint vor allem zwei Dinge: Alltagswissen und Orientierungswissen. Sie hat das Ziel, aufzuklären und Bewusstsein zu schaffen – für eine selbstbestimmte, verantwortungsvolle und gesundheitsförderliche Lebensführung. Damit ähnelt die Rolle der Verbraucherbildung dem Erlernen einer Kulturtechnik: Ihre Kerninhalte sind für jeden Menschen unerlässlich, um sich in einem komplexen Alltag zurechtzufinden und souveräne Entscheidungen als Konsument zu treffen.

Grundsätzlich gilt: Verbraucherbildung wird als ein lebenslanger Lernprozess begriffen. Je früher jedoch die Fertigkeiten für einen reflektierten Konsum entwickelt werden, desto besser. Desto selbstverständlicher werden sie schon bei jungen Konsument:innen im alltäglichen Handeln verankert sein. Desto einfacher wird es für Kinder und Jugendliche, den steigenden Anforderungen in einer zunehmend globalen, vernetzten und komplexen Welt der Waren und Dienstleistungen gerecht zu werden.

Lebensnah, praxisorientiert, zukunftsweisend: Die Themen der Verbraucherbildung haben für Kinder und Jugendliche eine natürliche Relevanz. Dies können Lehrer:innen nutzen und die Zugänge zum Lerngegenstand so gestalten, dass sich möglichst viele Schüler:innen angesprochen fühlen.

Verbraucherbildung vor Ort

Verbraucherbildung als schulische Aufgabe umzusetzen ist nicht nur ein theoretisches Ziel. Mit der Empfehlung der Kultusministerkonferenz vom 12. September 2013 haben sich alle Bundesländer verpflichtet, dies ganz praktisch anzugehen. In den vergangenen Jahren sind daraufhin länderspezifische Richtlinien, Rahmenvorgaben und oder Curricula entstanden, die das Thema in unterschiedlicher Form im Schulalltag verankern.

Dabei wird Verbraucherbildung vorrangig als Querschnittsaufgabe in andere Fächer und den Unterricht integriert, vereinzelt ist sie als eigenes (Wahl-)Fach und in verschiedenen Schulstufen – meist in der Sekundarstufe I – aufzufinden.

Darüber hinaus kann Verbraucherbildung außerschulische Aktivitäten einschließen, beispielsweise in Form von Projekten, Wettbewerben, Ausstellungen oder den Besuch außerschulischer Lernorte. Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern folgt den Grundsätzen der Neutralität. Denkbar sind beispielsweise öffentliche Einrichtungen, Verbände oder Unternehmen.

Angebote des vzbv auf verbraucherbildung.de

Auf verbraucherbildung.de finden Lehrende Angebote wie den Materialkompass, der geprüfte und praxisrelevante Materialien für den Unterricht enthält, oder das Netzwerk Verbraucherschulen, das neben aktuellen Informationen und neuen Ideen auch den Austausch mit anderen Schulen ermöglicht.

Das Netzwerk Verbraucherschule – Starke Verbraucher von Anfang an!

Mit dem ersten Smartphone und eigenem Geld werden Kinder zu Konsumenten. Doch wie können sie mit dem riesigen Angebot an Produkten, Dienstleistungen und Medieninhalten sinnvoll umgehen? Junge Menschen müssen erst lernen, sich gegen Ärgerthemen im Konsumalltag selbst zu verteidigen. Und Schule kann dabei helfen. Hier setzt das Netzwerk Verbraucherschule des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) an.

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Forderungen des vzbv

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) engagiert sich seit Jahren dafür, dass Verbraucherbildung bundesweit stärker und verlässlich in den Lehr- und Bildungsplänen aller Schulformen verankert wird. Nur wenn bundesweit Verbraucherthemen auf dem Stundenplan und am Lernort Schule verankert sind, kann gewährleistet werden, dass alle Kinder und Jugendlichen die gleiche Chance haben, die nötigen Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben zu erlernen. Denn die Konsum-, Medien und Wirtschaftswelt kümmert sich nicht um föderale Bildungszäune, sondern stellt alle jungen Menschen sowie erwachsene Verbraucher:innen vor die gleichen Herausforderungen.

Kernforderungen des vzbv

  • Verbraucherbildung an allen Schulen: Verbraucherbildung muss als eigener, prüfungsrelevanter Bestandteil in allen Schulformen verankert werden und zwar bundesweit, am besten mit einem ausgewiesenen Ankerfach und/oder fachübergreifend.
  • Gut geschulte, motivierte Lehrkräfte: Eine hochwertige Verbraucherbildung braucht verbindliche Aus- und Fortbildung für Lehrkräfte, die die Erfahrung von Verbraucherschutzexpert:innen wie den Verbraucherzentralen aufgreift.
  • Werbefreie Schulen: Produkt- und Markenwerbung sowie Akquise müssen in der Schule ausnahmslos verboten sein. In der Schule vermittelte Verbraucherbildung zeigt Kindern und Jugendlichen, wie sie selbstbestimmt und kritisch Konsumentscheidungen treffen. Dafür unabdingbar sind unabhängige Unterrichtsmaterialien und ein Lernumfeld, das frei von wirtschaftlichen Interessen ist.
  • Kooperationsverbot aufheben: Als präventiver Verbraucherschutz ist Verbraucherbildung von bundesweiter Bedeutung. Der Bund muss in die Lage versetzt werden, die Länder bei ihren Bildungsaufgaben zeitlich unbegrenzt zu unterstützen und zu fördern.
  • Verbraucherbildung braucht Evidenzen: Verbraucherkompetenzen von Kindern und Jugendlichen müssen regelmäßig erhoben und evaluiert werden. So lässt sich Verbraucherbildung erfolgreich verbessern.

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