Skip to content Skip to navigation

Lebenslauf

Seit 1. Mai 2014 ist Klaus Müller Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

2006 - 2014              Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V.

2005 - 2006              Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages

2003 - 2005              Minister für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft des Landes Schleswig-Holstein

2000 - 2003              Minister für Umwelt, Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein

1998 - 2000              Mitglied des Deutschen Bundestages

Vorstand

Pressespiegel

Dieselskandal: Wir sind den Politikern nicht wichtig genug
Die Verantwortlichen im Dieselskandal rechtfertigen ihr zögerliches Kämpfen für uns Verbraucher damit, Arbeitsplätze sichern zu wollen. Genau das wird Jobs zerstören. Ein Gastbeitrag von Klaus Müller.
„Wir wollen die Internetgiganten zähmen“
Klaus Müller, Deutschlands oberster Verbraucherschützer, spricht über unfaire Klauseln bei Instagram und die Opfer der Diesel-Krise.
Lücke im Rechtsschutz
Nach dem Dieselgate ist vor dem nächsten Skandal. Deshalb muss die neue Bundesregierung schleunigst die Musterfeststellungsklage einführen, fordert Klaus Müller.

 

3 Fragen an Klaus Müller:

Herr Müller, ob man Hühnchen nun in Chlor taucht, ob die Vanille nun auf der Teepackung drauf aber nicht drin ist – ist das nicht für das Leben eines Menschen relativ egal? Haben die Menschen vor sowas tatsächlich so eine Angst?

Während der TTIP-Debatte konnte man tatsächlich glauben, die größte Angst hätten Verbraucher in Deutschland vor dem Chlor-Hühnchen und US-amerikanische vor französischem Schimmelkäse. Aber wenn Sie sich mal die Mühe machen und die Verbraucher selbst fragen – was wir getan haben –, treten sehr viel lebensnähere Fragen in den Vordergrund. Dann zeigt sich, dass sich Verbraucher vor allem bei den Themen Finanzen und Versicherungen Sorgen machen. In diesen Bereichen kann guter oder schlechter Verbraucherschutz den Unterschied zwischen einem in finanzieller Hinsicht guten oder einem schlechten Leben machen. Zum Beispiel wenn es darum geht, ob Ihre Altersvorsorge ausreicht, die Berufsunfähigkeitsversicherung im Ernstfall einspringt oder sich mit windigen Klauseln vor der Leistung drücken darf. Oder wenn die Geldanlage, die Ihnen als sicher angepriesen wurde, plötzlich nicht nur hohe Kosten, sondern auch Verluste generiert. Derzeit, das hat eine unserer Umfragen gezeigt, stehen die Themen faire Finanzierung der Krankenversicherung, effiziente Altersvorsorge und ein schneller und zuverlässiger Zugang zum Internet für die Verbraucher ganz weit oben auf der Agenda. Und bei allen drei Themen sehen die Verbraucherinnen und Verbraucher zurecht politischen Handlungsbedarf. Deswegen tragen wir diese Themen aktiv in den Bundestagswahlkampf, als Stimme der Verbraucher.

Wenn Sie drei Wünsche aus dem Bereich Verbraucherschutz frei hätten – welche wären das?

Wunsch eins wäre, dass das so einfach wäre. Dann wären all die unnötigen und versteckten Entgelte etwa Bankgebühren sowie die finanziellen Zusatzbelastungen wie versicherungsfremde Leistungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung bereits verschwunden. Als zweites stünde eine Vereinfachung des Verbraucheralltages auf meiner Wunschliste. Denn viele Geschäftsbedingungen sind zu kompliziert und führen durch Werbung mit falschen Versprechen in die Irre. Ob Vanille auch im Tee ist und nicht nur als Werbung auf der Verpackung, ist keine Kleinigkeit. Was, wenn es um Gesundheitsversprechen geht, für die es keine Belege gibt? Und last but not least wünsche ich mir, dass Recht haben und Recht bekommen wieder deckungsgleich wird. Dazu müssen Verbraucherinnen und Verbraucher sich selber besser helfen können. Dazu brauchen wir die entsprechenden Instrumente, etwa bessere und effiziente Klagemöglichkeiten. All die anderen Errungenschaften, wie ein sicherer und gut regulierter Lebensmittelmarkt und ähnliches müssen natürlich bleiben und dürfen nicht, wie jetzt im Reiserecht, gelockert werden.

Sie sind studierter Volkswirt, ehemaliger Landesumweltminister (Schleswig-Holstein) und Bundestagsabgeordneter. Was davon hilft Ihnen heute als Deutschlands oberster Verbraucherschützer am meisten?

Alle Etappen helfen natürlich: Wenn wir als Verbraucherschützer fordern, Gesetze abzuschaffen oder Vorschläge für neue, bessere Regulierung machen, dann müssen wir prüfen und beurteilen, wie sie sich auf das Gesamtsystem auswirken und ob sie eventuell unerwünschte Nebenwirkungen haben. Dabei hilft an vielen Stellen der Blick des Volkswirtes. Außerdem muss man verstehen, wer warum und wie mit uns Verbrauchern Geld verdienen will. Wenn wir bessere politische Rahmenbedingungen für bessere Verbraucherpolitik durchsetzen möchten, dann ist es gut zu wissen, welche Argumente Abgeordnete oder Minister brauchen, um sie durch die Parlamente zu bringen. Die Realität politischer Arbeit zu kennen hilft, sich vor Hoffnungen auf schnelle Lösungen zu schützen und sich durchzubeißen, wenn es hart und zäh wird. Und als Landesminister habe ich gelernt, wie schwer und wie erfolgreich es sein kann, die an einem Problem Beteiligten in die Lösung einzubinden und wieviel Widerstand man dafür manchmal überwinden muss. Und man muss die Sorgen der Verbraucherinnen und Verbraucher kennen. Es hilft mir, dass ich sieben Jahre lang die größte Verbraucherzentrale Deutschlands, die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, geleitet habe.

Pressefotos VZBV Vorstand

Downloads

Lebenslauf Klaus Müller | Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv)
Pressefoto 1 Klaus Müller | Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband | Credit: vzbv - Gert Baumbach
Pressefoto 2 Klaus Müller | Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband | Credit: vzbv - Gert Baumbach
Pressefoto 3 Klaus Müller | Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband | Credit: vzbv - Gert Baumbach
Pressefoto 4 Klaus Müller | Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband | Credit: vzbv - Gert Baumbach