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04.05.2020 > Onlinemeldung

Keine Abwrackprämie 2.0

vzbv fordert breit angelegte Mobilitätsprämie
Quelle: 
elcovalana - Adobe Stock
  • Bund und Länder diskutieren Hilfen für die Autoindustrie. 
  • Der vzbv warnt vor einer Wiederauflage der Abwrackprämie.
  • Aktuelles Forderungspapier schlägt Anreize für eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität vor.  

Bund und Länder wollen der Autoindustrie in der Coronakrise unter die Arme greifen. Auf dem nächsten Autogipfel am 5. Mai 2020 sollen konjunkturfördernde Maßnahmen verhandelt werden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) warnt vor einer Förderung von Autos mit schlechter Klimabilanz und einer massenhaften Entsorgung noch funktionstüchtiger Fahrzeuge  

„Die Politik darf auf Drängen der Autoindustrie nicht in alte Muster verfallen. Wir brauchen keine Abwrackprämie 2.0, die Verbrenner fördert und funktionstüchtige Autos zum Wegwerfartikel macht. Bund und Länder müssen zukunftsgewandt handeln und umweltverträgliche Mobilität fördern“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

In einem aktuellen Forderungspapier spricht sich der vzbv dafür aus, dass eine Kaufförderung die klimapolitischen Ziele Deutschlands und der EU unterstützen müsse. Wenn es neue Subventionen geben soll, dann dürfen nur besonders klimaverträgliche Fahrzeuge wie Elektroautos eine Förderung erhalten.       

Daneben unterstützt der vzbv die Forderung einer Mobilprämie und schlägt vor, dass auch Menschen von einer Förderung profitieren sollten,

  • die ihr Auto mit anderen teilen oder
  • ohne Auto leben, dafür aber das Rad, den Öffentlichen Nahverkehr oder Carsharing-Angebote nutzen.  

„Die Klimaziele dürfen in der Coronakrise nicht über Bord geworfen werden. Damit der Autogipfel nicht zu einem Wunschkonzert der Autoindustrie wird, wäre es wünschenswert, dass die Bundesregierung auch die Stimme von Verbraucher- und Umweltverbänden hört“, so Müller.

Das gesamte Forderungspapier finden Sie unten im Downloadbereich.


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Verbraucherinnen und Verbraucher, die Hilfe in ihrem individuellen Fall benötigen, sollten die Beratungsangebote der Verbraucherzentralen nutzen, Informationen unter www.verbraucherzentrale.de/beratung.   

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