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Quelle: Thanakorn Phanthura - 123rf.com

Marktbeobachtung

Mit der Marktbeobachtung nimmt der vzbv die digitale Welt, den Energiesektor und den Finanzmarkt aus Verbrauchersicht unter die Lupe.

Mit der Marktbeobachtung analysiert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) das Marktgeschehen in den Bereichen Digitales, Energie und Finanzen. Spezialisierte Teams werten dafür bundesweit Meldungen zu Auffälligkeiten und Verbraucherbeschwerden aus – im Jahr 2020 erreichten den vzbv knapp 380.000 Anfragen und fast 237.000 Beschwerden zu Produkten und Anbietern. Durch diese Verbraucherhinweise auf das Marktgeschehen kann der vzbv frühzeitig Probleme und Missstände aufdecken und gezielte Maßnahmen einleiten, um das Problem im Sinne der Verbraucher:innen zu lösen. 

Die Expertenteams arbeiten dafür nach dem einfachen Prinzip: erkennen – informieren – handeln

Über die Vorgangserfassung der 16 Verbraucherzentralen in Deutschland werden sämtliche Anfragen und Beschwerden die online oder über die bundesweit rund 200 Beratungsstellen eingehen dokumentiert.

Durch die quantitative und qualitative Auswertung von Verbraucherbeschwerden konnten die Marktbeobachtung-Teams in den vergangenen Jahren mehrere strukturelle Verbraucherprobleme aufdecken, wie Probleme bei der Rückerstattung von gebuchten Reisen während der Corona-Krise oder Schwierigkeiten beim Widerruf im Online-Handel. Im Bereich Energie sind Probleme mit Stromanbietern der dominierende Beschwerde-Anlass für Verbraucher:innen. Dazu zählen Ärger rund um die Rechnungsstellung sowie, mit ca. 16.000 gemeldeten Fällen im Jahr 2020, Beschwerden zu Verträgen, die Verbraucher:innen nach ungewollten Werbeanrufen untergeschoben wurden sowie Preisänderungen. Eine Vielzahl von Verbraucher:innen beschwerte sich über gekündigte Sparverträge und damit einhergehend oft auch über nicht nachvollziehbare Zinsberechnungen von Banken und Sparkassen.

Mehr über die Methodik der Marktbeobachtung.

Treten Probleme mit Anbietern oder Produkten auf, warnt der vzbv Verbraucher:innen beispielsweise vor ungewollten Verträgen nach Werbeanrufen oder angeblichen Handelsplattformen, die Verbraucher mit falschen Renditen locken.

Wo nötig leitet der vzbv vertiefende Untersuchungen ein, um zum Beispiel zu prüfen, wie Anbieter Sozialer Medien die Datenschutzvorschriften umsetzen. Untersuchungen wie die zu insolventen Energieversorgern können für mehr Transparenz sorgen, indem sie Anzeichen identifizieren, mit denen Verbraucher:innen Energieunternehmen in der Krise erkennen können.

Seine Erkenntnisse meldet der vzbv auch den Aufsichts- und Regulierungsbehörden, wie der Bundesanstalt für Finanzdienstleitungen (BaFin) oder der Bundesnetzagentur (BNetzA) und tauscht sich mit Politik, Wissenschaft und Anbietern aus.

Mit den Erkenntnissen zur Lage der Verbraucher:innen (Vergleich Verbraucherspiegel 2020) in Deutschland, stärkt die Marktbeobachtung die politische Interessensvertretung des vzbv und liefert wichtige Evidenz für Klagen und Abmahnungen.

So liefern die anhaltenden Verbraucherprobleme zu untergeschobenen Verträgen wichtige Fallbeispiele für die politische Forderung des vzbv, das Gesetz für faire Verbraucherverträge nachzubessern.

Bei rechtswidrigem Anbieterverhalten kann der vzbv klagen oder abmahnen – so wie im Falle eines Anlagevermittlers, der in seinen Werbevideos nicht den vorgeschriebenen Warnhinweis auf einen möglichen Totalverlust hervorgehoben hat. Auf Grundlage der Verbraucherbeschwerden konnte der vzbv erfolgreich gegen das Unternehmen klagen. Auch gegen bekannte Bezahl- und Messenger-Dienste hat der vzbv auf Grundlage von Verbraucherbeschwerden bereits Klagen erhoben.

Aktuelle Meldungen

Frau neben Fernheizung im Gebäude

Quelle: creativefamily - Adobe Stock

10.08.2022

Große Bandbreite bei Fernwärmepreisen

In der aktuellen Energiepreiskrise sind auch die Bezieher:innen von Fernwärme mit deutlich steigenden Preisen konfrontiert. Zwischen verschiedenen Fernwärme-Anbietern gibt es bei den Preisen große Unterschiede, wie eine Kurzstudie des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) darlegt. Meldung lesen
Marktwächterwarnung: Outdoortrekking2010 liefert keine Ware und behält Zahlungen ein

Quelle: Ivan Kruk / fotolia.com

06.07.2022

Mängel bei Kontoinformationsdiensten beheben

Um digitale Finanzdienstleistungen wie die Kreditwürdigkeitsprüfung oder die digitale Identifikation zu nutzen, können Verbraucher:innen auf Kontoinformationsdienste zurückgreifen. Die Dienste fragen Kontodaten nach Einwilligung der Verbraucher:innen zweckgebunden ab. Laut einer Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigen sich allerdings Mängel bei Zugang und Datennutzung von Kontoinformationsdiensten. Der vzbv fordert die Mängel zu beheben, damit Verbraucher:innen die Dienste sicher nutzen können. Zur Pressemeldung
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Quelle: wayhome studio - adobestock.de

22.06.2022

Verbraucherschutz bei Nullprozent-Finanzierungen sicherstellen

Elektromärkte, Möbelgeschäfte und Autohäuser bieten ihre Produkte oft zum Kauf mit zinsloser Finanzierung an. Für diese Nullprozent-Finanzierungen gelten grundsätzlich keine verbraucherschützenden Vorgaben, weil sie nicht Teil der europäischen Verbraucherkreditrichtlinie sind. Lediglich auf nationaler Ebene sind einige Schutzvorschriften festgelegt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert, Nullprozent-Finanzierungen in die EU-Richtlinie aufzunehmen, damit auch für diese Kreditform alle Schutzvorschriften gelten. Zur Pressemeldung
ein Mann telefoniert aufgebracht vor seinem Computer

Quelle: Prostock-studio - AdobeStock

13.04.2022

Kundenservice: Jede:r Fünfte macht schlechte Erfahrungen

Wenn sich Verbraucher:innen wegen Fragen zu einem erworbenen Produkt oder einer Dienstleistung an einen Anbieter wenden, erleben sie immer wieder Probleme. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt, dass jede:r fünfte Befragte von schlechten Erfahrungen im Kundenservice in den vergangenen zwölf Monaten berichtet. Zur Pressemeldung
Paar kontrolliert skeptisch die Stromrechnung auf dem Wohnzimmersofa

Quelle: motortion - Adobe Stock

06.04.2022

Problematische Geschäftspraktiken von Energieunternehmen

Eine neue Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) untersucht, welche Probleme Verbraucher:innen mit Energieunternehmen haben. Die Auswertung von 150 Beispielfällen zeigt diverse Schwierigkeiten bei Kündigungen und Abrechnungen auf. Der vzbv fordert, die Marktaufsicht der Bundesnetzagentur zum Schutz der Verbraucher:innen vor unseriösen Anbietern zu verbessern. Zur Pressemeldung
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Quelle: contrastwerkstatt - fotolia.com

24.03.2022

Dark Patterns: Designtricks im Internet bereiten Probleme

Eine Auswertung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) von über 160 Verbraucherbeschwerden zeigt: Verbraucher:innen stoßen im Internet an zahlreichen Stellen auf Dark Patterns und fühlen sich davon ausgetrickst. Der vzbv hat Anbieter wegen der Verwendung von Dark Patterns bereits abgemahnt. Meldung lesen

Verbraucherreport 2022

Symbolische Sprechblasen

Quelle: vzbv

Die Verbraucherzentralen in den 16 Bundesländern mit ihren rund 200 Beratungsstellen sind für Verbraucher:innen oft die erste Anlaufstelle, wenn sie Probleme mit Produkten oder Anbietern haben. Im ersten Halbjahr 2022 wurden in den Verbraucherzentralen insgesamt mehr als 120.000 Beschwerden registriert. Die meisten Beschwerden (33 Prozent) beziehen sich auf Probleme mit Verträgen, etwa bei Käufen in Online-Shops oder Abos von Fitnessstudios. Zu den häufigsten Beschwerdegründen zählen untergeschobene oder ungewollte Verträge.

Verbraucherreport

Wie gut fühlen sich Verbraucher:innen in ihrem alltäglichen Leben geschützt? Welche Probleme und Sorgen treiben sie um? Wen sehen sie beim Thema Verbraucherschutz in der Verantwortung? Antworten auf diese Fragen gibt der jährliche Verbraucherreport des vzbv. Mit einer repräsentativen Umfrage und weiteren Erkenntnissen aus der Marktbeobachtung zeichnet er ein genaues Bild zur Lage der Verbraucher:innen und zum Zustand des Verbraucherschutzes in Deutschland.

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Für und mit Verbraucher:innen

Über Meldungen im Ressort Marktbeobachtung auf verbraucherzentrale.de und im Verbraucher-Newsletter ruft der vzbv Verbraucher:innen regelmäßig dazu auf, sich an der Marktbeobachtung zu beteiligen. 

Indem Verbraucher:innen Warnungen kennen und verbreiten, an Aufrufen teilnehmen oder ihre Probleme mit Produkten und Anbietern über das Online-Beschwerdepostfach melden, helfen sie den Marktbeobachtungs-Teams Probleme besser zu verstehen und Belege zu möglichen Fehlentwicklungen zu sammeln. 

Service für Verbraucher:innen

  • Wenn Sie schlechte Erfahrungen mit Anbietern oder Produkten gemacht haben: Beschweren Sie sich! Nutzen Sie dafür ganz einfach das Online-Beschwerdepostfach.
  • Sie benötigen konkrete Hilfe bei einem Anliegen? Wenden Sie sich an die Beratungsstellen der Verbraucherzentralen. Auch auf diesem Wege erfahren wir von Ihren Problemen.
  • Helfen Sie uns, Belege zu möglichen Fehlentwicklungen zu sammeln und nehmen Sie an unseren Aufrufen teil. 
  • Teilen Sie aktuelle Verbraucherwarnungen und informieren Sie Ihre Freunde und Familie darüber. 
  • Abonnieren Sie unseren Newsletter Verbraucherschutz aktiv. Darin informiert Sie der vzbv über aktuelle Aktionen wie neue Musterklagen, Verbraucheraufrufe oder Warnungen.

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