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Quelle: Gina Sanders - Adobe Stock

Inkasso

Überhöhte Inkassogebühren und übergriffige Praktiken von Schuldeneintreibern sind eine Belastung für Millionen Verbraucher in Deutschland. Schon bei Kleinstforderungen im einstelligen Bereich können Inkassounternehmen bis zu 70,20 Euro verlangen. Die bestehenden Anreize sorgen dafür, dass Inkasso ein lukratives Geschäft ist und mit wenig Aufwand betrieben werden kann.

Die geltende Rechtslage ist sehr kompliziert, sodass es für Verbraucher meist zu riskant ist, vor Gericht zu gehen. Das am 27.11.2020 im Bundestag verabschiedete Inkassogesetz schafft hier bedauerlicherweise keine Abhilfe.

Aus Sicht des vzbv muss die milliardenschwere Inkassobranche grundsätzlich reformiert werden. Am wichtigsten sind klare und wirksame Kostengrenzen sowie eine zentralisierte, starke und proaktive Aufsicht.

Der vzbv fordert

  • Inkassokosten müssen stärker begrenzt werden; mindestens bei Schulden bis 200 € auf nicht mehr als 15 €.
  • Die Aufsicht über Inkassounternehmen muss zentralisiert und gestärkt werden.
  • (Raten-)Zahlungsvereinbarungen dürfen keine zusätzlichen Kosten verursachen.
  • Zahlungsvereinbarungen dürfen nicht mit Schuldanerkenntnissen oder Lohnabtretungen gekoppelt werden.
  • Wenn Inkassounternehmen Informationspflichten verletzen, dürfen vorerst keine Inkassokosten entstehen.

Alles zum Thema: Inkasso

Artikel (15)
Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Foto: Gert Baumbach - vzbv

Quelle: Gert Baumbach - vzbv

20.11.2020

Einigung zur Inkassoreform: Zu wenig Entlastung für Verbraucher

Statement von vzbv-Vorstand Klaus Müller zur Einigung beim Inkassorecht

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Inkasso

Quelle: studio v zwoelf - adobestock.de

30.07.2020

Bundesgerichtshof verbietet überhöhte Pauschale für Inkassokosten

Urteil vom 30.07.2020

Energieversorger dürfen keine überhöhten Inkassokosten verlangen, wenn sie Zahlungen bei säumigen Kunden eintreiben lassen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die SWM Versorgungs GmbH entschieden, die zu den Stadtwerken München gehört.

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Quelle: cezarksv - Fotolia.com

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11.03.2020

Verbraucher wirksam vor Kostenfallen schützen

Verbraucherinnen und Verbraucher haben im Alltag mit vielen Kostenfallen und Abzocke zu kämpfen. Darauf weisen der vzbv und die Verbraucherzentralen der Länder zum Weltverbrauchertag am 15. März 2020 hin.

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Inkasso

Quelle: studio v zwoelf - adobestock.de

20.12.2019

Inkasso - unberechtigte Forderungen, überzogene Kosten

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des vzbv belegt den Reformbedarf des Rechtsrahmens für die Inkasso-Industrie. So halten 42 Prozent der Empfänger von Inkassoschreiben diese für unberechtigt. Gleichzeitig haben 21 Prozent der Verbraucher, die versucht haben, mit dem Inkassounternehmen in Kontakt zu treten, keine Antwort erhalten.

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Mann liest eine überhöhte Rechnung. Foto: gstockstudio - Adobe Stock

Quelle: gstockstudio - adobestock.de

01.11.2019

Verbraucher besser vor Inkasso-Abzocke schützen

Das geplante Gesetz gegen Inkasso-Abzocke ist aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) unzureichend. So fehlen eine zentrale Aufsichtsbehörde für die Branche sowie eine stärkere Begrenzung der häufig unverhältnismäßig hohen Gebühren, insbesondere für vollautomatisierte Standardbriefe.

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Dokumente (2)
Mann liest eine überhöhte Rechnung. Foto: gstockstudio - Adobe Stock

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15.09.2020

Faire Regeln für Inkasso

Für automatisierte Mahnschreiben und standardisierte Ratenzahlungsvereinbarungen verlangen Inkassounternehmen unverhältnismäßig viel Geld vom Schuldner. Der vzbv fordert daher in einer Stellungnahme zur Inkassoreform: Inkassokosten für Schulden bis 200 Euro müssen auf maximal 15 Euro begrenzt werden.

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Inkasso

Quelle: studio v zwoelf - adobestock.de

20.12.2019

Inkasso - unberechtigte Forderungen, überzogene Kosten

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des vzbv belegt den Reformbedarf des Rechtsrahmens für die Inkasso-Industrie. So halten 42 Prozent der Empfänger von Inkassoschreiben diese für unberechtigt. Gleichzeitig haben 21 Prozent der Verbraucher, die versucht haben, mit dem Inkassounternehmen in Kontakt zu treten, keine Antwort erhalten.

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Urteile (3)
Inkasso

Quelle: studio v zwoelf - adobestock.de

30.07.2020

Bundesgerichtshof verbietet überhöhte Pauschale für Inkassokosten

Urteil vom 30.07.2020

Energieversorger dürfen keine überhöhten Inkassokosten verlangen, wenn sie Zahlungen bei säumigen Kunden eintreiben lassen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die SWM Versorgungs GmbH entschieden, die zu den Stadtwerken München gehört.

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13.08.2018

Abtretung von Ansprüchen aus einem Mietverhältnis wegen überhöhter Miete an eine Inkassogesellschaft

Urteil vom 13.08.2018

Es ist zulässig, sich im Rahmen von Inkassodienstleistungen wirksam Ansprüche aus einem Mietverhältnis abtreten zu lassen, um sie dann im eigenen Namen vorgerichtlich und – bei fehlender Einigung – auch gerichtlich geltend zu machen.

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18.03.2008

Inkasso durch subtilen Druck und Gewaltandrohung nicht erlaubt

Urteil vom 18.03.2008
Urteil des LG Köln vom 18.03.2008 (33 0 390 /06 )
Das Landgericht befasste sich mit einem Fall, in dem ein Inkassounternehmen seine Tätigkeitsgrenzen überschritten und sogar gegen etwaige Schuldner unerlaubte, mit dem Gesetz nicht zu vereinbarende Maßnahmen, wie Gewalt und Erpressung vorgenommen hat.
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Videos & Grafiken (1)
Infografik: Die vier Elemente eines Corona-Verbraucherrettungsschirms

Quelle: vzbv

22.10.2020

Die vier Elemente eines Corona-Verbraucherrettungsschirms

Ohne Verbrauchervertrauen bleibt der gewünschte Konjunkturimpuls aus. Daher fordert der vzbv: Eine Beschränkung der Vorkasse-Praxis bei Flügen und Reisen; das Ende von Kostenfallen und langen Vertragslaufzeiten; eine Stärkere Begrenzung von Inkassogebühren und mehr Wettbewerb, insbesondere im Online-Handel.

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