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Eine junge Frau sitzt an Ihrem Laptop und hält ihre Kreditkarte in der Hand.

Quelle: iStock, Valerii Apetroaiei

Finanzen

Verbraucherreport 2025

Eine junge Frau sitzt an Ihrem Laptop und hält ihre Kreditkarte in der Hand.

Quelle: iStock, Valerii Apetroaiei

Zugang zu Basiskonto erschwert

Ob Online-Shopping, Mietzahlungen oder Gehaltseingänge – ohne eigenes Konto ist der Alltag kaum zu bewältigen. Doch nicht alle Verbraucher:innen erhalten problemlos Zugang zu einem Zahlungskonto. Seit 2016 gibt es deshalb das Basiskonto. Auf dieses Konto mit grundlegenden Funktionen haben alle Menschen Anspruch – auch besonders schutzbedürftige Gruppen wie Wohnungslose oder Geflüchtete. Eine aktuelle Erhebung des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt jedoch, dass dieser Anspruch in der Praxis immer wieder unterlaufen wird. Schuldnerberater:innen berichten, dass Banken mitunter gerade vulnerablen Personen die Kontoeröffnung erschweren oder sogar verweigern. Demnach nutzen sie zum Teil unzulässige Begründungen oder bürokratische Hürden, die Betroffene entmutigen und zum Aufgeben bewegen können.

Dorina Wilhelm

Quelle: Gert Baumbach - vzbv

Dorina Wilhelm
Leiterin Team Marktbeobachtung Finanzen

Gerade schutzbedürftige Verbraucher:innen stoßen weiterhin auf Hürden bei der Eröffnung eines Basiskontos. Und das, obwohl sie besonders darauf angewiesen sind. Wir behalten das Thema weiter im Blick und setzen uns für gesetzliche Verbesserungen ein.

Beschwerden im Finanzbereich nehmen zu

Im ersten Halbjahr 2025 verzeichneten die Verbraucherzentralen bundesweit knapp 15.000 Beschwerden im Finanzbereich. Das sind 11 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die häufigste Verbraucherbeschwerde bleibt weiterhin die Zinsanpassung bei laufenden Sparverträgen. Darauf folgen Beitragssteigerungen in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung und Betrug im Grauen Kapitalmarkt. 

Verbraucherreport Ärger.png

knapp

15.000

Beschwerden zum Thema Finanzen wurden im ersten Halbjahr 2025 in den Verbraucherzentralen erfasst.

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um

11%

haben die Beschwerden im Finanzbereich im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugenommen

Klagen gegen Sparkassen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband und mehrere Verbraucherzentralen haben gegen Sparkassen geklagt, die Zinsen aus Prämiensparverträgen fehlerhaft berechnet haben. Ziel war es, durch gerichtliche Entscheidungen sicherzustellen, dass Verbraucher:innen die ihnen zustehenden Zinsnachzahlungen erhalten. In weiteren Verfahren sollte zudem geklärt werden, ob Kündigungen dieser Verträge rechtmäßig waren. In den meisten Fällen gibt es bereits Urteile – zu Gunsten betroffener Prämiensparer:innen. Sie können nun die zu wenig gezahlte Zinsen nachfordern. 

Stärkere Finanzaufsicht notwendig 

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat grundsätzlich auch die Aufgabe, Verbraucher:innen am Finanzmarkt zu schützen. Das gilt etwa bei irreführender Werbung oder – wie im Fall der Sparkassen – bei intransparenten Vertragsklauseln. Allerdings fehlen der BaFin derzeit belastbare rechtliche Grundlagen und klar definierte Zuständigkeiten, um dieser Schutzfunktion in vollem Umfang gerecht zu werden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert daher, die Aufsichtsbehörde entsprechend zu stärken.

Der Finanzmarkt im Fokus

Um Problemen auf dem Finanzmarkt gezielt auf den Grund zu gehen, führt der vzbv regelmäßig Untersuchungen und Marktchecks durch. Diese helfen ihm dabei, strukturelle Missstände noch besser zu erkennen und dagegen vorzugehen.

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