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07.08.2019 > Pressemitteilung

Staatliches Tierwohllabel muss oberste Priorität haben

Statement von Klaus Müller, Vorstand des vzbv, zum Vorschlag die Mehrwertsteuer auf Fleisch zu erhöhen
Quelle: 
Gert Baumbach - vzbv

Politiker von SPD und Grünen fordern eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch. Zustimmung kommt auch aus der Union. Die zusätzlichen Einnahmen sollen in bessere Haltungsbedingungen investiert werden. Dazu Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv):

„Bei einer Mehrwertsteuererhöhung auf Fleisch würden Verbraucher draufzahlen, ohne dass etwas für das Tierwohl gewonnen wäre. Viele Verbraucher sind bereit, mehr Geld für Fleisch auszugeben, das aus einer tiergerechten Haltung stammt. Aber Verbraucher wollen sicher sein, dass das Geld dann auch dort ankommt, wo es hin soll. Die oberste Priorität der Bundesregierung sollte es sein, das staatliche Tierwohllabel auf den Weg zu bringen, damit Verbraucher erkennen können, welche Produkte aus besonders tierfreundlicher Haltung stammen. Daneben braucht es eine verbindliche nationale Nutztierstrategie und hohe gesetzliche Mindeststandards für die Haltung von Nutztieren. Damit die Landwirte und Tierhalter die hohen Standards umsetzen und in tierfreundliche Haltungssysteme investieren können, müssen die politischen Vorgaben von einer verlässlichen und langfristig ausgerichteten Förderpolitik begleitet werden.“