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Haustürgeschäfte & Kaffeefahrten

Haustürgeschäfte und Kaffeefahrten enden für Verbraucherinnen und Verbraucher häufig im Ärger. Das wissen auch die meisten Verbraucher.

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des vzbv halten 98 Prozent der Befragten Haustürgeschäfte für keine geeignete Form, um Verträge abzuschließen oder Produkte zu kaufen. Sie fühlen sich hier unter Druck gesetzt oder haben Angst vor Betrug.

Dennoch sind Verbraucher bei Haustürgeschäften nicht ausreichend geschützt. So ist das Klingeln an der Haustür grundsätzlich erlaubt und bedarf – anders als bei der Telefonwerbung – keiner vorherigen Einwilligung der Verbraucher.

Auch die 14-tägige Widerrufsfrist ist zu kurz. Bei Dienstleistungen wie Insektenvertilgung oder Steinreinigung erlischt das Widerrufsrecht – bei korrekter Belehrung – sogar nach Erbringung der Dienstleistung. Da Verbraucher bei überteuerten Waren und Leistungen häufig sofort zahlen müssen, ist es schwierig, das Geld zurückzuholen. 

Bei Kaffeefahrten locken Anbieter die Kunden häufig mit angeblichen Schnäppchen, bieten dann aber problematische und überteuerte Waren und Dienstleistungen an. Die Gewerbeaufsicht wiederum hat keine ausreichenden Kompetenzen gegen die Anbieter.

Der vzbv begrüßt deshalb, dass die EU mit der Modernisierungsrichtlinie den Mitgliedsstaaten mehr Handlungsspielraum gibt, um den Verbraucherschutz bei Haustürgeschäften und Kaffeefahrten zu stärken. 

Der vzbv fordert

  • Haustürbesuche nur nach vorheriger Einwilligung der Verbraucher (wie Telefonwerbung).
  • Verlängerung der Widerrufsfrist für Verträge an Haustür und auf Kaffeefahrten auf 30 Tage.
  • Kein Erlöschen des Widerrufsrechts nach erbrachter Dienstleistung (oberhalb Bagatellgrenze 50 Euro).
  • Verbot, Sofortzahlung zu verlangen (oberhalb Bagatellgrenze 50 Euro).
  • Mehr Schutz auf Kaffeefahrten durch Vertriebsverbote, Informationspflichten und eine stärkere Gewerbeaufsicht einschließlich Gewerbeuntersagung.

Alles zum Thema: Haustürgeschäfte & Kaffeefahrten

Artikel (1)
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20.01.2021

Bundesregierung erschwert geplante Regeln zu Schadensersatz

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Verbesserung des Verbraucherschutzes im Wettbewerbs- und Gewerberecht beschlossen. Ursprünglich sollten Verbraucher damit besser gegen Irreführung  und Täuschung  geschützt werden.

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19.04.2021

Dringender Nachbesserungsbedarf bei Modernisierung des Verbraucherrechts

Der vzbv fordert Nachbesserungen bei der geplanten Modernisierung des Verbraucherrechts. Anlass ist eine Anhörung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages. Im Wettbewerbsrecht geht es vor allem um die Einführung eines neuen Schadensersatzanspruchs für Verbraucherinnen und Verbraucher bei Irreführung und Täuschung.

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