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Für neues Vertrauen in wahrheitsgemäße Angaben zu Kraftstoffverbrauch und Abgaswerten:

Realistische Mess- und Prüfverfahren für die Zulassung von Pkw einführen

Verbraucher können sich beim Autokauf häufig nicht auf die Angaben der Hersteller verlassen. Das hat nicht nur der Dieselskandal gezeigt. Autobesitzer müssen beim Tanken meist mehr bezahlen als erwartet, weil das neue Auto mehr Sprit verbraucht als offiziell angegeben. Die Angaben zu Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß der Hersteller müssen realistischer und verlässlicher werden. Prüfprozedere für das Inverkehrbringen von Autos müssen so modernisiert werden, dass sie das realistische Nutzungsverhalten auf der Straße weitestgehend widerspiegeln. Unrealistische Rollenprüfstandverfahren müssen abgelöst werden.

Die Einführung des neuen Prüfzyklus WLTP ist zwar ein erster Schritt, da so länger mit höheren Geschwindigkeiten und unter Berücksichtigung von spezifischen Motor-Getriebe-Varianten und Sonderausstattungen getestet wird. Um den Kraftstoffverbrauch jedoch realistisch angeben zu können, ist es zwingend notwendig, dass Autos auf der Straße getestet werden. Deshalb muss die neue EU-Kommission nach der Europawahl schnellstmöglich einen Vorschlag für die Novellierung der Verordnung (EU) 2017/1151 erarbeiten und ein Straßenmessverfahren (Real Driving Emissions – RDE) einführen. Zusätzlich sind Vorgaben notwendig für die wirkungsvolle Begrenzung der Abweichung zwischen Prüfstand- und RDE-Werten („not to exceed“-Limit). Der Vorschlag muss auch Vorgaben für eine konsequente Überwachung der Angaben zum Kraftstoffverbrauch während der Produktion und gegebenenfalls einer Sanktionierung bei Zuwiderhandlung beinhalten.

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