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Frau im Heizungsraum blickt besorgt auf Stromrechnung in ihren Händen

Quelle: rh2010 - AdobeStock

Datum: 14.04.2026

Netzentgelte fair gestalten

Verbraucherzentrale fordert niedrige Grundpreise für Haushalte mit geringem Stromverbrauch

Frau im Heizungsraum blickt besorgt auf Stromrechnung in ihren Händen

Quelle: rh2010 - AdobeStock

Die Bundesnetzagentur überarbeitet derzeit die Stromnetzentgelte und plant, die bekannte Struktur aus Grundpreis und Arbeitspreis für private Haushalte beizubehalten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband unterstützt dies grundsätzlich. Gleichzeitig setzt sich der Verband aber weiter für niedrige Grundpreise, insbesondere für Haushalte mit geringem Stromverbrauch, ein. In den vergangenen Jahren sind die Netzentgelte stark gestiegen, was die Frage der fairen Kostenverteilung zwischen Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten neu aufwirft. Eine gerechte Ausgestaltung ist entscheidend, um finanzielle Belastungen ausgewogen zu verteilen und Anreize für sparsamen Energieverbrauch zu erhalten.

Forderungen des Verbraucherzentrale Bundesverbands im Überblick

  • Einführung differenzierter Grundpreise
  • Klare Vorgaben zur Höhe der Grundpreise und zum Verhältnis der Grund- und Arbeitspreise
  • Beibehaltung des Systems aus Grund- und Arbeitspreisen für Haushaltskunden
  • bei der Erhöhung der Grundpreise für Prosumer mit Augenmaß vorzugehen

Hintergrund: Warum die Diskussion um Netzentgelte wichtig ist

Der Betrieb der Stromnetze ist ein natürliches Monopol und wird deshalb von der Bundesnetzagentur reguliert. Die Netzentgeltsystematik legt fest, wie die entstehenden Netzkosten auf verschiedene Nutzergruppen verteilt werden.

Um die Stromnetze an die Erfordernisse der Energiewende anzupassen, entwickelt die Bundesnetzagentur die Systematik weiter, hält gleichzeitig in der Niederspannung aber grundsätzlich an der bestehenden Struktur aus Grund- und Arbeitspreisen fest. Gleichzeitig plant sie höhere Grundpreise für Prosumer, um diese stärker an der Netzfinanzierung zu beteiligen.

Die Orientierungspunkte der Bundesnetzagentur vom 20. November 2025 sind Teil des Festlegungsverfahrens der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNeS), das im Mai 2025 gestartet wurde.

Update 27.03.2026

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat im Rahmen des Festlegungsverfahrens der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNeS) Kurzstellungnahmen zu den Themen dynamische Netzentgelte und Einspeiseentgelte eingereicht. Darin fordert der Verband, die Netzentgelte für die meisten Netznutzer:innen zeitlich dynamisch und ortsabhängig auszugestalten, ohne private Haushalte zu überfordern. Eine finanzielle Beteiligung der Stromerzeuger an den allgemeinen Netzkosten hält der Verbraucherzentrale Bundesverband hingegen für nicht zielführend. Stattdessen könnten Einspeiseentgelte genutzt werden, um netzdienliches Verhalten anzureizen.

Update 16.04.2026

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat im Rahmen des Festlegungsverfahrens der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNeS) Kurzstellungnahmen zu dem Thema Kostenwälzung eingereicht. Darin fordert der Verband, die privaten Haushalte durch die Reform der Kostenwälzung nicht zusätzlich zu belasten. Um die Kosten der Stromnetze fair zu verteilen, sollten die Verteilnetzentgelte bundesweit vereinheitlicht werden.

Henning Herbst
Henning Herbst
Strommarktexperte, Verbraucherzentrale Bundesverband

Die Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereits heute übermäßig an der Finanzierung der Stromnetze beteiligt. Eine Reform der Kostenwälzung darf daher nicht zu höheren Netzentgelten für die Privathaushalte führen.

Kostenwälzung: Umverteilung verhindern

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