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Frau steht auf einem Balkon, an dem ein Solarpanel angebracht ist

Quelle: iStock.com/amriphoto

17.07.2026

EU-Aktionsplan zur Elektrifizierung: vzbv fordert günstigeren Strom und mehr erneuerbare Energien

Florian Munder, Leiter Energie und Bauen, kommentiert

Frau steht auf einem Balkon, an dem ein Solarpanel angebracht ist

Quelle: iStock.com/amriphoto

Die Europäische Kommission hat einen Aktionsplan zur Elektrifizierung der europäischen Wirtschaft veröffentlicht. Zentrale Maßnahme dieser Strategie ist ein europäisches Elektrifizierungsziel von 46 Prozent für 2040. 

Darüber hinaus hat die Kommission einen Vorschlag zur Novellierung der Strombinnenmarktrichtlinie veröffentlicht. Diese sieht europäische Mindestziele zum Rollout von Smart Metern vor. In Deutschland müssten bis 2031 mindestens 50 Prozent und bis 2034 mindestens 75 Prozent aller Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet werden. 

Mitarbeiter lächelt frontal in die Kamera

Quelle: Gert Baumbauch vzbv

Florian Munder
Leiter Team Energie und Bauen, Verbraucherzentrale Bundesverband

Mit den richtigen Voraussetzungen können gerade private Haushalte durch den Umstieg auf strombasierte Technologien bei Heizung und Mobilität bares Geld sparen. Mit regional erneuerbarem Strom aus Sonnen- und Windenergie wird Europa zudem unabhängiger von fossilen Energieimporten und damit krisenresilienter. Die EU sollte deshalb neben dem Elektrifizierungsziel auch ein rechtsverbindliches Ziel für den Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2040 festlegen. Auch die Verbesserung des Preisverhältnisses von Strom zu Gas wäre aus Verbrauchersicht ein notwendiger Schritt. Strom muss günstiger werden, damit sich die Energiewende für Verbraucherinnen und Verbraucher rechnet. Als ersten wichtigen Schritt muss die Bundesregierung endlich die Stromsteuer für private Haushalte auf das europäische Mindestmaß senken – so wie sie es im Koalitionsvertrag versprochen hat.“

Die in Deutschland eingesetzten Smart Meter erfüllen hohe Standards und ermöglichen die Fernsteuerung von Fotovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen und Wallboxen. Hierdurch kann der Einspeisung und Verbrauch an die jeweilige Verfügbarkeit von Strom im Netz angepasst werden. Smart Meter sind jedoch im europäischen Vergleich sehr teuer und lohnen sich hauptsächlich für Haushalte, die über steuerbare Verbrauchseinrichtungen verfügen. Deshalb lehnt der Verbraucherzentrale Bundesverband die Einführung eines pauschalen Ziels für den Smart-Meter-Rollout ab. Diese Geräte sollten dort eingesetzt werden, wo sie den größten Nutzen für Verbraucherinnen und Verbraucher und das Energiesystem stiften. Daher ist die von der Bundesregierung angekündigte Einführung von Smart Meter-Light richtig. Mit diesen intelligenten Stromzählern, die bei unseren europäischen Nachbarn üblich sind, könnten deutlich mehr Haushalte ein kostengünstiger Zugang zu dynamischen Tarifen bekommen und mehr Transparenz über ihren Stromverbrauch erhalten.

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