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Frau im Supermarkt begutachtet Ware

Quelle: Istock, Igor Suka

Datum: 22.01.2026

App, Like, Snack – Gesunde Ernährungsumgebungen im Digitalen

Rückblick auf das Verbraucherpolitische Forum im Rahmen der Grünen Woche am 22. Januar 2026

Frau im Supermarkt begutachtet Ware

Quelle: Istock, Igor Suka

Wann: Donnerstag, 22. Januar 2026, 17:00 bis 19:00 Uhr
Wo: Messe Berlin, Hub27 Jafféstraße 2, 14055 Berlin

Am 22. Januar 2026 fand im Rahmen der Grünen Woche in Berlin das Verbraucherpolitische Forum des Verbraucherzentrale Bundesverbands statt.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband diskutierte mit Vertreter:innen der Politik, der Wissenschaft und Verbänden über veränderte Ernährungs- und Einkaufsgewohnheiten von Verbraucher:innen in der digitalen Welt. Die Themenschwerpunkte reichten von der Möglichkeit zur Beeinflussung durch die Sozialen Medien und Influencer:innen über die Gefahren von Nahrungsergänzungsmitteln und Bedenken zum Verbraucherschutz bei digitalen Technologien.

Zu Beginn der Veranstaltung beleuchtet Ramona Pop in ihrem Impuls Chancen und Risiken im digitalen Raum. Durch Rückmeldungen aus den Verbraucherzentralen wird deutlich, welche Lücken es in Bezug auf Kontrolle und Durchsetzung bestehender Regeln im Digitalen gibt. Insbesondere beim Schutz von Kindern und Jugendlichen gebe es Nachholbedarf. Am Beispiel Großbritannien verdeutlichte sie, wie politische Ansätze aussehen könnten.

In einem Grußwort wies Prof. Dr. Dr. Markus Schick, Staatssekretär im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat darauf hin, dass digitale Themen in der Ernährungspolitik dringend eine größere Rolle spielen müssen. Das Ziel der Bundesregierung sei es Verbraucher:innen die Möglichkeit zu geben, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Allerdings sei die Schnelllebigkeit im digitalen Raum eine Herausforderung. Besonders schutzbedürftig seien Kinder und Jugendliche sowie Senior:innen. Darauf liege der ernährungspolitische Fokus des Ministeriums. Auf einige digitale Fragen brauche es aber auch gesetzliche Antworten.

Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner und NDR Ernährungs-Doc, berichtete in einem lebhaften Impuls und auch während der Podiumsdiskussion über die gravierenden Auswirkungen von ernährungsbezogenen Krankheiten. Fehlinformationen im Netz, unzureichende Ernährungsbildung bei Verbraucher:innen und die Beeinflussung durch Influencer:innen identifizierte er als besondere Gefahrenquellen, bei denen dringender Handlungsbedarf bestehe.

Der Dringlichkeit stimmte Dr. Zoe Mayer, Leiterin der AG Ernährung, Landwirtschaft und Heimat und Tierschutzbeauftragte der Grünen Bundestagsfraktion zu. Sie betonte, dass sich mehrheitlich unnötige Nahrungsergänzungsmittel ohne belegte Wirksamkeit in den Timelines der Verbraucher:innen befinden. Verbraucher:innen müssen hier besser geschützt werden. Frau Dr. Mayer setzt sich für ein Verbot von Ungesunden, Nahrungsergänzungsmitteln und Medizinprodukten in den Sozialen Medien ein. Auch in Bezug auf Algorithmen sollte es durch die Europäische Union mehr Regulierung geben. Ernährungsbildung könne nicht die einzige politische Antwort bleiben.

Niklas Veltkamp, Geschäftsleitung Technologie & Transformation bei Bitkom, wies daraufhin, dass es vor allem in der Durchsetzung und Nachverfolgung bestehender Regeln im digitalen Raum Nachholbedarf gebe, denn eine Kennzeichnungspflicht sei bereits vorhanden. Fehlinformationen habe es auch schon im analogen Raum gegeben, doch die Schnelllebigkeit im Digitalen sei eine Herausforderung. Das treffe insbesondere bei Influencer:innen mit großer Reichweite zu. Gleichzeitig biete der digitale Raum aber auch viele Chancen.

In einem Fazit resümierte Ramona Pop, dass die Herausforderungen für die Ernährungspolitik im digitalen und analogen Raum vielfältig seien. Die komplexen Rahmenbedingungen benötigen einen Maßnahmenmix. Dieser sollte neben einem Verbot für Influencerwerbung für Kinder-Nahrungsergänzungsmittel und ungesunden Lebensmitteln auch die Stärkung der Lebensmittelüberwachung im digitalen Raum umfassen. Verbraucher:innen müssen auch in der digitalen Welt besser geschützt werden.

Die Veranstaltung wurde von Sandra Berndt moderiert.

Politische Forderungen im Bereich Lebensmittel und Ernährung sowie Pressemitteilung zur Veranstaltung: 

Impressionen

Vorständin Ramona Pop und Prof. Dr. Dr. Markus Schick auf dem Verbraucherpolitischen Forum 2026.

Quelle: Marlene Pfau – vzbv

Vorständin Ramona Pop und Prof. Dr. Dr. Markus Schick auf dem Verbraucherpolitischen Forum 2026.

Podiumsdiskussion auf dem Verbraucherpolitischen Forum 2026

Quelle: Marlene Pfau – vzbv

Diskussion zu gesunden Ernährungsumgebungen im Digitalen.

Niklas Veltkamp, Ramona Pop, Dr. Zoe Mayer, Dr. Matthias Riedl, Sandra Berndt

Quelle: Marlene Pfau – vzbv

Niklas Veltkamp, Ramona Pop, Dr. Zoe Mayer, Dr. Matthias Riedl, Sandra Berndt

Programm

Ramona Pop, Vorständin Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Prof. Dr. Dr. Markus Schick, Staatssekretär, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat

Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner

  • Dr. Zoe Mayer, Leiterin der AG Ernährung, Landwirtschaft und Heimat und Tierschutzbeauftragte der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
  • Niklas Veltkamp, Mitglied der Geschäftsleitung Technologie & Transformation, Bitkom e.V.
  • Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner
  • Ramona Pop, Vorständin Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Mitwirkende

Zu sehen ist das Portrait von Ramona Pop vor einem dunklen Hintergrund.

Ramona Pop

Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands

Markus Schick

Prof. Dr. Dr. Markus Schick

Staatssekretär, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat

Zoe Mayer

Dr. Zoe Mayer

Leiterin der AG Ernährung, Landwirtschaft und Heimat und Tierschutzbeauftragte der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Dr. Matthias Riedl

Dr. Matthias Riedl

Ernährungsmediziner

Niklas Veltkamp

Niklas Veltkamp

Mitglied der Geschäftsleitung Technologie & Transformation, Bitkom e.V.

Sandra Bernd

Sandra Berndt

Moderatorin

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