Datum: 05.07.2022

Marge des Jahrhunderts? Profitieren die Anbieter vom steigenden Strompreis?

Statement von vzbv-Energieexperte Thomas Engelke zu gewachsenen Margen bei Stromanbietern

Es gibt Hinweise darauf, dass einzelne Stromversorgungsunternehmen im Zuge der Weitergabe der gestiegenen Einkaufspriese ihre Marge gegenüber privaten Verbraucher:innen unbemerkt erhöhen. Sie kalkulieren dabei offenbar ein, dass Verbraucher:innen durch die aktuelle Berichterstattung bei Abschluss eines neuen Stromvertrages bereits sehr hohe Preise erwarten und eine Preiserhöhungen im laufenden Vertrag nicht kritisch überprüfen. Aus Sicht des vzbv wären Preiserhöhungen in laufenden Vertragsverhältnissen zur Steigerung des Gewinns rechtswidrig. Zudem ist das Gewinnerzielungsstreben solcher Anbieter eine Ohrfeige für Verbraucher:innen.

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Quelle: vchalup / 123rf

Einen Hinweis auf für ein solches Verhalten von Stromanbietern liefert z.B. der Podcast „Lage der Nation“ von Philip Banse. Dort wird ein leitender Mitarbeiter eines großen Deutschen Energieversorgers zitiert: „Nicht nur kommt die entfallene EEG-Umlage bei den Verbraucher:innen nicht nicht an – einige Konzerne nutzen die permanenten Preisänderungen auch, um richtig Profit zu machen.“

Thomas Engelke, Leiter Team Energie und Bauen beim vzbv, sagt dazu: „Wenn Stromversorger jetzt die Marge des Jahrhunderts einstreichen, ist das ein Ohrfeige für alle Endverbraucher:innen – insbesondere die privaten Haushalte. Viele Verbraucher:innen drehen schon jetzt jeden Euro zweimal um, und es kommen voraussichtlich noch höhere Kosten auf sie zu. Es ist jetzt die Zeit, wo auch die Unternehmen ihren Beitrag leisten müssen.“

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