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Frau im Heizungsraum blickt besorgt auf Stromrechnung in ihren Händen

Quelle: rh2010 - AdobeStock

26.05.2026

Smart Meter eingebaut, aber monatelang unbrauchbar

Untersuchung zeigt Probleme bei Marktkommunikation und Marktteilnehmer:innen

Frau im Heizungsraum blickt besorgt auf Stromrechnung in ihren Händen

Quelle: rh2010 - AdobeStock

  • Verbraucher:innen berichten immer wieder von langen Zeiträumen, bis eingebaute Smart-Meter genutzt werden können 
  • Dies kann für die Betroffenen finanzielle Nachteile haben
  • Verbraucherzentrale fordert funktionsfähige Prozesse und Entschädigung für Betroffene 

Intelligente Stromzähler sollen Verbraucher:innen Transparenz und neue Tarifoptionen bringen. In der Praxis scheitert das jedoch immer wieder. Eine Auswertung des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt: Smart-Meter werden zwar eingebaut, bleiben aber mitunter über Monate oder Jahre ohne Funktion. Ursache sind scheinbar strukturelle Defizite bei Marktakteuren, überfordernde Marktprozesse und fehleranfällige IT-Systeme. Die Verbraucherzentrale fordert effektivere Kooperationen, pauschale Schadensersatzansprüche für Verbraucher:innen und eine Überarbeitung der Marktkommunikationsprozesse. 

Woran scheitert die Nutzung intelligenter Messsysteme in der Praxis?

Die Verbraucherzentrale hat fünf Experten‑Interviews mit wettbewerblichen Messstellenbetreibern geführt sowie Stellungnahmen der Bundesnetzagentur und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft ausgewertet. Die befragten Akteure bei den wettbewerblichen Messstellenbetreibern benennen mehrere zentrale Probleme:

  • fehlende oder stark verspätete Rückmeldungen von Verteilnetzbetreibern,
  • über 850 Netzbetreiber mit sehr unterschiedlichem Umsetzungsfortschritt,
  • hochkomplexe und fehleranfällige Marktkommunikationsprozesse bei allen Marktakteuren.

Welche Folgen hat das für Verbraucher:innen?

Für betroffene Verbraucher:innen hat die fehlende Nutzbarkeit von Smart-Metern Folgen: Dynamische Stromtarife, Verbrauchstransparenz und die daraus resultierenden finanziellen Einsparpotenziale können nicht genutzt werden, obwohl die gesetzlichen und individuellen Voraussetzungen eigentlich erfüllt sein sollten. Gleichzeitig können Betroffene nicht nachvollziehen, welcher Marktakteur den Prozess verzögert.

Verbraucherzentrale fordert pauschale Schadensregulierung

Damit der Smart-Meter-Rollout für Verbraucher:innen zu einem Erfolg wird, muss sichergestellt werden, dass die Stromzähler kurz nach dem Einbau vollständig genutzt werden können. Deshalb fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband:

  • pauschale Schadensersatzansprüche für Verbraucher:innen, wenn Smart-Meter nicht funktionieren,
  • Kooperationen zwischen den Marktakteuren, um den Rollout zu beschleunigen und die vollständige Nutzung eingebauter Geräte schnell zu ermöglichen und
  • Eine Überarbeitung der Prozesse der Marktkommunikation unter stärkerer Berücksichtigung der Verbraucherinteressen.
Marie Barz

Quelle: Privat

Marie Barz
Referentin Marktbeobachtung Energie

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist entscheidend, dass ein Smart-Meter nicht nur installiert wird, sondern auch zuverlässig funktioniert. Genau daran hapert es derzeit immer wieder.

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