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Quelle: Henry Czauderna - fotolia.com

Datum: 05.01.2026

Bezahlen mit Bargeld: Verbraucheralltag mit Hürden

Verbraucherzentrale fordert klare Regeln für Bargeldakzeptanz

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  • Bargeld bleibt unverzichtbar, doch die Nutzung wird zunehmend von Händlern und Dienstleistern erschwert
  • Verbraucher:innen melden immer wieder Probleme beim Bezahlen mit Bargeld
  • Verbraucherzentrale fordert: Bargeld muss ohne Zusatzgebühr oder andere Hürden für die Zahlung von Waren und Dienstleistungen akzeptiert werden

Bargeld ist als gesetzliches Zahlungsmittel für viele Verbraucher:innen unverzichtbar. Dennoch zeigt eine aktuelle eyesquare-Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands, dass die Nutzung erschwert wird: 30 Prozent der Befragten standen im letzten halben Jahr mindestens einmal vor der Situation, nicht bar zahlen zu können. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert, dass die Zahlung mit Bargeld ohne Hürden ermöglicht werden muss.

„Die Akzeptanz von Bargeld für Zahlungen im Handel, der Gastronomie und für öffentliche Verwaltungsleistungen sinkt kontinuierlich“, sagt Dorothea Mohn, Finanzmarktexpertin beim Verbraucherzentrale Bundesverband. „Für Verbraucherinnen und Verbraucher führt das zu Konflikten sowie unnötigen Aufwand und zusätzlichen Kosten. Menschen ohne Zugang zu digitalen Zahlungsmethoden, wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen oder älteren Erwachsenen, droht sogar der Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe, wenn Barzahlungen nicht mehr akzeptiert werden.“

Fehlende Bargeldakzeptanz stellt Verbraucher:innen vor Herausforderungen

Verbraucher:innen meldeten im Rahmen eines Aufrufs der Verbraucherzentrale eine Vielzahl von Situationen, bei denen sie im Alltag nicht mit Bargeld zahlen können, beispielsweise beim Bezahlen im Parkhaus, beim Ticketerwerb in Bus und Bahn oder beim Brotkauf in der Bäckerei. Daraus entstehen ihnen immer wieder Nachteile. Unter anderem Konflikte beim Bezahlen, Kontrollverlust über Ausgaben und Datenschutz, Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe sowie der Verlust von Leistungen. Zusätzlich entstehen Mehraufwand und Kosten, etwa durch längere Wege, Wartezeiten oder höhere Kosten.

„Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel ist anonym und einfach zu handhaben. Deshalb muss es im stationären Handel, in der Gastronomie, bei Dienstleistungen mit direktem Kundenkontakt und von der öffentlichen Verwaltung akzeptiert werden – ohne Zusatzgebühren oder Hürden“, sagt Mohn.

Die Einhaltung dieser Pflicht sollten laut Verbraucherzentrale Bundesverband kontrolliert und bei Verstößen sanktioniert werden. Ausnahmen müssten gesetzlich klar definiert, eng begrenzt und transparent kommuniziert sowie begründet werden.

Hintergrund 

Laut Zahlen der Bundesbank von 2023 sinkt im Handel die Akzeptanz von Bargeld seit Jahren. Bargeld ermöglicht jedoch einfache und anonyme Zahlungen ohne Rückgriff auf digitale Infrastrukturen und ist deshalb wichtig für eine resiliente und inklusive Gesellschaft. Der Verbraucherzentrale Bundesverband bringt als Mitglied im Nationalen Bargeldforum der Bundesbank die Perspektive der Verbraucher:innen zu Fragen rund um das Bargeld ein.

Methode

Bei der Befragung handelt es sich um eine internetrepräsentative Onlinebefragung (21. bis 30. Oktober 2025) von eye square im Auftrag des vzbv. Teilgenommen haben 1.000 Internetnutzer:innen ab 16 Jahren. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei max. ± 3 Prozentpunkte.

Für den Verbraucheraufruf wurden vom 12. März bis 10. Juni 2025 Verbraucher:innen online dazu aufgerufen, Fälle zu melden, in denen sie innerhalb der letzten zwölf Monate nicht mit Bargeld zahlen konnten. In diesem Zeitraum gingen 1.318 Meldungen aus allen Gemeindegrößen und Regionen Deutschlands ein, die anschließend nach Branchen und Ortsgrößen klassifiziert wurden.

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