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Ramona Pop steht seitlich vor einem roten Aufsteller des vzbv mit der Aufschrift "Stark für mich"

Quelle: Plambeck - vzbv

Datum: 28.04.2026

Gesundheitsreform: Mehrbelastung für Patient:innen

Statement von Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands

Ramona Pop steht seitlich vor einem roten Aufsteller des vzbv mit der Aufschrift "Stark für mich"

Quelle: Plambeck - vzbv

Das Bundeskabinett stimmt am Mittwoch über das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung ab. Der Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert die finanzielle Belastung als unausgewogen zu Lasten der Verbraucher:innen und mahnt an, das Thema Prävention nicht auf die lange Bank zu schieben. Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, kommentiert:

Sinnvolle Vorschläge zur Ausgabenreduktion

„Der Gesetzentwurf enthält aus Verbraucherschutzsicht viele sinnvolle Ansätze, etwa nur noch Behandlungen zu finanzieren, die einen wissenschaftlich belegten Nutzen haben. Auch die Pflicht zu Zweitmeinungen, um unnötige Operationen zu vermeiden, begrüßen wir.“

Kostenverteilung ist unausgewogen

„Deutschland hat eines der teuersten, aber nicht eines der effektivsten Gesundheitssysteme weltweit. Die Gesundheitsausgaben müssen sinken. Aber: Die Pläne belasten Verbraucherinnen und Verbraucher einseitig. Nun sollen ausgerechnet die Kranken ein Fünftel der Einsparungen schultern, um die Wirtschaft zu entlasten. Das ist weder gerecht noch ausgewogen. Dass die Zuzahlungen für Patientinnen und Patienten automatisch steigen sollen, der Bundeszuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung aber nicht, ist schlicht unfair. Wenn die Menschen die Reform mittragen sollen, dann muss der Begriff der Ausgewogenheit mehr sein als nur ein Lippenbekenntnis. Hier muss das Kabinett nachbessern. “

Prävention nicht auf die lange Bank schieben

„Die wichtigen Ansätze der Kommission zur Prävention, wie die Einführung einer Zuckersteuer, dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden. Eine Zuckersteuer auf gesüßte Getränke ist eine wirksame Maßnahme gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Die Finanzkommission hat die Zuckersteuer empfohlen und sie muss nun auch kommen – zeitgleich mit der Gesundheitsreform. Die Ministerien dürfen sich nicht gegenseitig die Verantwortung zuschieben.“

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