Datum: 13.05.2022

Gesetzliche Vorgaben für Zucker, Salz und Fett in Kinderlebensmitteln notwendig

vzbv-Vorständin Jutta Gurkmann kommentiert die Ergebnisse der Reduktionsstrategie von Zucker, Salz und Fett in Lebensmitteln

Vorständin Verbraucherzentrale Bundesverband | (C) Gert Baumbach - vzbv

Quelle: (c) Gert Baumbach - vzbv

Das Max Rubner-Institut (MRI) hat heute die Ergebnisse des Produktmonitorings im Rahmen der Nationalen Reduktionsstrategie für weniger Zucker, Fett und Salz in Fertiglebensmitteln des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht. Aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) reichen die freiwilligen Reduktionsmaßnahmen vor allem für den Bereich Lebensmittel mit Kinderoptik nicht aus. Bei dieser Produktgruppe besteht dringender und besonderer Handlungsbedarf. Jutta Gurkmann, Vorständin des vzbv, kommentiert:

Die Mini-Fortschritte bei der Zucker-, Fett- und Salzreduktion von Lebensmitteln mit Kinderoptik reichen längst nicht aus. Von einem tatsächlich ausgewogenen Lebensmittelangebot für Kinder ist der Markt weit entfernt. Feingebäck mit Kinderoptik wie zum Beispiel Kekse weisen laut MRI zwar geringere Gehalte gesättigter Fettsäuren und Zucker auf. Laut der Weltgesundheitsorganisation sollte diese Produktgruppe jedoch überhaupt nicht an Kinder gerichtet vermarktet werden dürfen.  

Wenn die Bundesregierung allen Kindern eine gesunde Ernährung erleichtern und die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen besser schützen möchte, muss sie gesetzliche Vorgaben erlassen. Nicht nur an Kinder gerichtete Werbung sollte beschränkt werden, auch für die Produkte selbst sollten gesetzlich verbindliche Höchstwerte für Zucker, Fett und Salz gelten. Grundlage dafür sollten die Kriterien der Weltgesundheitsorganisation für an Kinder gerichtete Lebensmittel sein.

Die Bundesregierung muss ihre Ankündigungen aus dem Koalitionsvertrag zügig umsetzen und an Kinder gerichtetes Lebensmittelmarketing regulieren.

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