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Ramona Pop steht hinter einem weißen Tisch

Quelle: Plambeck - vzbv

10.03.2026

Lage im Nahen Osten: Auswirkungen auf Verbraucher:innen

Statement von Ramona Pop zu den Auswirkungen der Blockade der Straße von Hormus

Ramona Pop steht hinter einem weißen Tisch

Quelle: Plambeck - vzbv

Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten sorgen auch in Deutschland für Unsicherheiten. Viele Menschen fragen sich, welche Auswirkungen die Blockade der Straße von Hormus auf Energiepreise, Lieferketten und ihre Lebenshaltungskosten haben könnte. Vor diesem Hintergrund kommentiert Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands:

„Die Lage im Nahen Osten beunruhigt uns alle. Im Vordergrund stehen Menschenleben und die Sorge vor weiterer Eskalation. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland verfolgen die Ereignisse mit großer Unsicherheit und fragen sich, welche Folgen eine Ausweitung des Konflikts für Energiepreise, Lieferketten und ihre Lebenshaltungskosten haben könnte.

In wirtschaftlich ohnehin schwierigen Zeiten brauchen die Menschen Orientierung und ein entschiedenes Eingreifen, sollten Preise ohne sachliche Grundlage steigen.

Zugleich zeigt die Krise erneut, wie wichtig es ist, Deutschlands Abhängigkeiten zu reduzieren. Mehr Energieeffizienz, Ressourcenschutz und der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien stärken nicht nur den Klimaschutz, sondern machen uns insgesamt widerstandsfähiger gegenüber globalen Krisen.“

 

Update 05. März 2026

Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands:

„Verbraucherinnen und Verbraucher spüren die Auswirkungen der Lage im Nahen Osten bereits deutlich an den Tankstellen. Warum die Preise in kurzer Zeit so stark gestiegen sind, ist nicht transparent. Es entsteht der Eindruck, dass Teile der Mineralölwirtschaft steigende Rohölpreise vorschnell an die Kundschaft weiterreichen, noch bevor reale Kosten entstehen. Jetzt braucht es volle Transparenz: Das Bundeskartellamt muss genau prüfen, ob diese Preissprünge sachlich gedeckt sind. Willkürlichen Aufschlägen muss die Bundesregierung einen Riegel vorschieben.“

 

Update 10. März 2026 

Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands:

"Für Verbraucherinnen und Verbraucher entsteht der Eindruck, dass die Mineralölwirtschaft ihre Preise deutlich früher und stärker anhebt, als es die Entwicklung des Ölpreises rechtfertigt. Von sinkenden Preisen profieren Autofahrerinnen und Autofahrer andererseits deutlich langsamer und teilweise in geringerem Umfang. Deshalb muss das Bundeskartellamt die Preissetzung prüfen. Sollten sich Mitnahmeeffekte bestätigen, muss dem ein Riegel vorgeschoben werden. Kurzfristige Entlastungmaßnahmen wie eine Spritpreisbremse sind nicht hilfreich: Maßnahmen nach dem Gießkannenprinzip kosten den Staat viel Geld und nützen vor allem einkommensstarken Haushalten. Stattdessen sollte die Bundesregierung Maßnahmen ergreifen, die langfristig dafür sorgen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher nicht bei jeder Krise vor den gleichen Problemen stehen: Durch eine Verringerung der Anhängigkeit von fossilen Brennstoffen, eine Stärkung der E-Mobilität und Preisstabilität beim Deutschlandticket."  

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