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23.11.2004 > Urteil

Keine Pflicht der Bank zu umfassender Beratung und Betreuung aus Wertpapierdepotvertrag

Quelle: 
Gina Sanders – fotolia.com

Urteil des BGH Karlsruhe vom 23.11.2004 (XI ZR 137/03)

Link zum Urteil auf money-advice.net

Eine Bank, die laut Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte zur vollständigen und unmissverständlichen Weiterleitung der in den "Wertpapier-Mitteilungen" veröffentlichten Informationen verpflichtet ist, muss nicht darüber hinaus auch über die aus diesen Informationen folgenden Konsequenzen und ihre wirtschaftliche Bedeutung aufklären und beraten. Sie genügt ihrer Pflicht, wenn sie die Informationen aus den "Wertpapier-Mitteilungen" vollständig und unmissverständlich weiterleitet. In diesem Fall hatte die Bank die Information nicht vollständig weitergeleitet. Sie hatte vielmehr weder über die Frist für die Annahme eines freiwilligen Übernahme-/Abfindungsangebot für die betreffenden Aktien noch über die Empfehlung des Board of Directors informiert.

Hinweis

Weitere Urteile und Beschlüsse finden Sie im Volltext bei FIS money-advice.net.
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Darin finden sich verschiedene Organisationen zu einer gemeinsamen Plattform zusammen, um Informationen aus Recht, Wirtschaft und Politik, die unmittelbar für den Umgang mit Finanzdienstleistungen relevant sind, zugänglich zu machen.

Mitglieder der Kooperative sind Verbraucherorganisationen, Forschungsinstitute, Money Advice Organisationen, staatliche Stellen sowie internationale Organisationen. Die Redaktion des Systems liegt beim IFF Hamburg.