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11.11.2003 > Urteil

Aufklärungspflichten von Discount-Brokern

Quelle: 
Gina Sanders – fotolia.com

Urteil BGH Karlsruhe vom 11.11.2003 (XI ZR 21/03)

Link zum Urteil auf money-advice.net

Discount-Broker können für die Ausführung von Wertpapierkäufen jegliche Beratung und individuelle Aufklärung der Kunden in Form von standardisierten Informationen ablehnen, ohne sich schadensersatzpflichtig zu machen. Dieses gilt auch für kreditfinanzierte Wertpapierkäufe. Die durch Spekulation entstandenen Verluste hatte der Kunde zu tragen. Er hatte sich in Risikoklasse 5 eingeordnet, 20.000 DM eigenes Vermögen angegeben und durch Wertpapierkäufe Verluste erwirtschaftet, die dazu führten, dass der Discount-Broker die vorhandenen Wertpapiere verwertete und die verbleibende Restschuld in Höhe von 300.000 DM einklagte.

Hinweis

Weitere Urteile und Beschlüsse finden Sie im Volltext bei FIS money-advice.net.
FIS money-advice ist ein Projekt des IFF, mit dem das Datenbanksystem des IFF in eine "Informationskooperative zum Thema Social Finance" überführt werden soll.

Darin finden sich verschiedene Organisationen zu einer gemeinsamen Plattform zusammen, um Informationen aus Recht, Wirtschaft und Politik, die unmittelbar für den Umgang mit Finanzdienstleistungen relevant sind, zugänglich zu machen.

Mitglieder der Kooperative sind Verbraucherorganisationen, Forschungsinstitute, Money Advice Organisationen, staatliche Stellen sowie internationale Organisationen. Die Redaktion des Systems liegt beim IFF Hamburg.