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Frau blickt auf Handy, das sie in der Hand hält.

Quelle: burakguler - 123rf

Datum: 10.02.2026

Safer Internet Day: Große Defizite beim Kinder- und Jugendschutz im Netz

Verbraucherzentrale fordert klare und verbindliche Regeln für Plattformen

Frau blickt auf Handy, das sie in der Hand hält.

Quelle: burakguler - 123rf

  • Repräsentative Befragung: 93 Prozent sehen Mängel beim Schutz von Minderjährigen im Internet
  • Kinder und Jugendliche haben Recht auf sichere digitale Teilhabe
  • Verbraucherzentrale Bundesverband fordert: Plattformen müssen stärker reguliert und sicherer für alle werden

Kinder und Jugendliche sollten selbstbestimmt und sicher an der digitalen Welt teilhaben können. Doch viele Plattformen sind aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands nicht sicher. Laut einer Befragung sehen insgesamt 93 Prozent Defizite beim Schutz von Minderjährigen im Internet. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert eine strenge Regulierung der Plattformen, um junge Menschen umfassend zu schützen.

„Die Forderung nach Altersgrenzen im Internet wird lauter. Doch Alterskontrollen und starre Verbote sind kein Allheilmittel und können nur Ultima Ratio sein. Das Grundproblem sind Geschäftsmodelle und Algorithmen, die Kinder und Jugendliche in ihren Bann ziehen, zu Suchtverhalten führen und jugendgefährdende Inhalte ausspielen. Zudem sind Altersgrenzen leicht zu umgehen, erzeugen Datenschutzrisiken und greifen tief in Grundrechte ein. Es kann nicht sein, dass im Netz Regellosigkeit herrscht. Statt Wildem Westen brauchen wir strenge Regeln und ein klares Bekenntnis, dass diese auch durchgesetzt werden – zum Wohle der Jüngsten“, sagt Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands.

Verbraucherzentrale Bundesverband fordert sichere Standardeinstellungen

Alterskontrollen können ein Baustein beim Schutz von Kindern und Jugendlichen sein, aber sie müssen datenschutzfreundlich ausgestaltet und transparent sein. Plattformen müssen by Design und by Default sicher sein. Dazu gehören:

  • Sichere Standardeinstellungen wie eingeschränkte Kontaktoptionen und eine deaktivierte Standortermittlung
  • Klare Verbote von Infinite Scrolling, Autoplay und manipulativen Designs
  • Wirksame Folgen für Plattformen bei Verstößen

„Die Politik muss die digitale Welt für junge Menschen zu einem sicheren Ort machen. Das gelingt nur, wenn die Plattformen stärker reguliert und in die Verantwortung genommen werden. Verstöße müssen spürbare Folgen haben. Wenn digitale Dienste von Grund auf sicher gestaltet sind, können alle – Minderjährige und Erwachsene – sicher und ohne Einschränkungen an der digitalen Welt teilhaben“, sagt Pop.

Methode
Repräsentative Online-Befragung (21.-31.10.2025) von eye square im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Basis: 1.000 Internetnutzer:innen ab 16 Jahren. Statistische Fehlertoleranz: max. ± 3 Prozentpunkte. Bei der dargestellten Frage waren Mehrfachnennungen möglich. Abgefragt wurde, ob Mängel beim Schutz von Minderjährigen im Internet in sechs verschiedenen Bereichen gesehen werden: Alterskontrollen, Inhaltefilter, Engagement der Plattformen, Aufklärung durch Schulen, gesetzliche Regulierung, pädagogische Angebote. Weitere Informationen s. Tabellenband.

Tabellenband Befragung: Schutz von Minderjährigen im Netz

Tabellenband Befragung: Schutz von Minderjährigen im Netz

Befragung | November 2025

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PDF | 1.22 MB

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