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05.11.2020 > Pressemitteilung

Ärger mit Partnervermittlern? Betroffene gesucht

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vzbv prüft gerichtliches Vorgehen gegen Online-Partnerbörsen
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  • Partnervermittler agieren oft rechtlich fragwürdig.
  • vzbv will Verbrauchern durch Gerichtsverfahren zu ihrem Recht verhelfen.
  • Verbraucher werden gebeten, ihren Fall online zu melden.

Online-Partnervermittlungen haben Hochkonjunktur. Es häufen sich allerdings auch Beschwerden über fragwürdige Geschäftspraktiken. Oftmals geht es dabei um Gebühren, automatische Vertragsverlängerungen und Probleme beim Widerruf. Erst vor wenigen Wochen hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, welche Gebühren im Falle eines Widerrufs verlangt werden können. Jenseits dieses Urteils prüft der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nun gerichtliche Schritte gegen Online-Partnerbörsen und ist dabei auf die Fallschilderungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern angewiesen.

Denn trotz EuGH-Urteil bleiben viele Fragen offen: Haben Verbraucher jederzeit das Recht, sich vom Vertrag zu lösen, auch nach Ablauf der Widerrufsfrist? Müssen die Verbraucher die automatische Verlängerung der Verträge hinnehmen, so wie die Anbieter sie ausgestalten? Diese und andere Konstellationen möchte der vzbv gern für eine Vielzahl von Verbrauchern gerichtlich klären lassen.

„Häufig nehmen Verbraucherinnen und Verbraucher das Verhalten der Partnervermittler einfach hin“, so Henning Fischer, Rechtsreferent beim vzbv. „Das wollen wir nun ändern und die Betroffenen bei der Durchsetzung ihrer Rechte unterstützen.“

Hinweise von Betroffenen erforderlich

Für ein solches Vorgehen ist der vzbv darauf angewiesen, dass ihm Kunden der Portale ihre Fälle schildern. Dafür wurde unter www.musterfeststellungsklagen.de/partnervermittlung eine Abfrage eingerichtet. Dort können auch Unterlagen hochgeladen werden. Alle Daten werden vertraulich behandelt. Verbraucher, die sich an der Umfrage beteiligen, gehen keinerlei Verpflichtung ein und es entstehen keinerlei Kosten.

Verbraucherinnen und Verbraucher, die Hilfe in ihrem individuellen Fall benötigen, können zusätzlich die Beratungsangebote der Verbraucherzentralen nutzen, Informationen unter www.verbraucherzentrale.de/beratung.