Ramona Pop steht vor einem roten Aufsteller des vzbv mit der Aufschrift "Stark für mich"

Quelle: © Plambeck / vzbv

Datum: 27.03.2026

Für bezahlbare Lebensmittel in der Krise

Statement zum dritten Treffen der Taskforce von Union und SPD zu den Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten auf Energie- und Lebensmittelpreise

Ramona Pop steht vor einem roten Aufsteller des vzbv mit der Aufschrift "Stark für mich"

Quelle: © Plambeck / vzbv

Die Taskforce von Union und SPD beschäftigt sich in einer dritten Sitzung mit den Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten. Der Fokus liegt diesmal auf den Lebensmittelpreisen. Zu diesem Treffen ist erneut Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, eingeladen. Sie blickt wie folgt auf die Sitzung:

„Der Krieg im Nahen Osten macht nicht nur Tanken teurer, sondern lässt auch die Preise für Energie, Dünger und Transport steigen. Damit wächst auch der Druck auf die Lebensmittelpreise. Es ist richtig, dass die Bundesregierung das Problem frühzeitig angeht, bevor die Lebensmittelpreise aus dem Ruder laufen.

Bereits in den vergangenen Jahren sind die Preise für Lebensmittel stark gestiegen und verharren seitdem auf hohem Niveau. Ob die Preiserhöhungen immer gerechtfertigt waren, ist nicht klar. Denn die Preisbildung bei Lebensmitteln gleicht in Deutschland einer Blackbox. Deshalb muss die Bundesregierung endlich für mehr Transparenz sorgen und eine unabhängige Preisbeobachtungsstelle einführen. Das würde es ermöglichen, ungerechtfertigte Preisehöhungen zu erkennen und gegenzusteuern.

Gerade für Menschen mit geringem Einkommen und für Familien wird der Einkauf im Supermarkt zur immer größeren Herausforderung. Lebensmittel müssen für alle bezahlbar bleiben. Eine gesunde Ernährung darf keine Frage des Geldbeutels sein. Die Bundesregierung muss daher die Mehrwertsteuer zum Beispiel auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte auf null senken. Entscheidend ist ein wirksames Preismonitoring, damit die Entlastung auch tatsächlich bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt.

Angesichts zunehmender globaler Spannungen muss die aktuelle Krise genutzt werden, um Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion widerstandsfähiger zu machen. Dafür braucht es eine Stärkung der ökologischen und regionalen Landwirtschaft und ein krisenfestes Lieferkettenmanagement.“

 

 

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