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14.03.2018 > Pressemitteilung

Energiewende: Kosten fair verteilen

Kinder im Dachfenster freuen sich über Solarzellen auf ihrem Haus
vzbv stellt Forderungen an die neue Bundesregierung vor
Quelle: 
Grafikplusfoto - fotolia.com
  • vzbv fordert Neustart in der Finanzierung der Energiewende.
  • Neue Bundesregierung muss Kosten fairer verteilen und Verbraucher entlasten.
  • Weltverbrauchertag am 15. März: Die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale feiert 40-jähriges Bestehen.

Die Energiewende ist in ihrer ersten Phase ein gutes Stück vorangekommen, der Anteil der Erneuerbaren im Strombereich ist stark gestiegen. Der Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher steht hinter der Energiewende. Gleichzeitig müssen Verbraucher die Kosten zu einem überproportional großen Teil schultern. Damit sich das ändert, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) einen Neustart in der Finanzierung der Energiewende.

„Verbraucher leisten einen zentralen Beitrag zur Energiewende“, so Klaus Müller, Vorstand des vzbv. „Doch sie müssen finanziell entlastet und als Prosumenten aktiver beteiligt werden, damit die Energiewende ein Erfolg wird.”

Kosten fair verteilen

Eine gerechte Finanzierung sei laut vzbv überfällig. „Verbraucher sind noch immer die Zahlmeister der Energiewende“, so Müller. Damit sich das ändere, müsse die neue Bundesregierung an drei Stellschrauben drehen.

  1. Ein Teil der EEG-Umlage in Höhe der Ausnahmen für energieintensive Unternehmen, sollte aus Steuermitteln finanziert werden. Das könnte gerade auch einkommensschwache Haushalte entlasten.
  2. Die Stromsteuer sollte weitgehend abgeschafft werden. Damit könnte der Strompreis für alle Verbraucher gesenkt werden.
  3. Die Netzentgeltbefreiung für Unternehmen sollte aufgehoben werden. Das könnte zu einem sinkenden Strompreis für die Verbraucher führen.

Lücken im Koalitionsvertrag schliessen

Aus verbraucherpolitischer Sicht gibt es noch einige weitere Baustellen, die zu lange brach lagen. Neben einer gerechteren Kostenverteilung sollte sich der neue Bundeswirtschaftsminister für eine deutlich höhere steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung stark machen als geplant. Zudem bedürfe es einer Beteiligung von mehr Verbrauchern, die selbst Energie erzeugen, speichern und verkaufen wollen. Auch das Fernwärmerecht müsse verbraucherfreundlich aktualisiert werden.

„Die Energiewende ist richtig und wichtig. Damit sie ein Erfolg wird und der große Rückhalt in der Bevölkerung nicht schwindet, brauchen wir einen verbraucherfreundlichen Neustart“, so Müller. „Die neue Bundesregierung muss die Lücken im Koalitionsvertrag jetzt schließen und Verbraucher in den Mittelpunkt der Energiewende stellen.“

40 Jahre Energieberatung für Verbraucher

Eine effiziente Energienutzung ist ein Weg, steigende Energiekosten in den Griff zu bekommen. Die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale klärt Verbraucher seit nunmehr 40 Jahren auf, wie sie Energie und Geld sparen können. „Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland", so Dr. Christiane Dudda, Gesamtprojektleiterin Energieberatung der Verbraucherzentrale. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Beratungsangebot bereits seit 1978.

Jedes Jahr werden mehr als 100.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten. Anlässlich des Jubiläums findet am 15. März 2018 ein Festakt in Berlin statt. Bundesweite Aktionen laden das ganze Jahr über dazu ein, das Beratungsangebot der Energieberatung zu entdecken. Mehr Informationen erhalten Sie auf den Webseiten der Verbraucherzentralen.

Die Infografik in druckfähiger Auflösung können Sie kostenlos für die redaktionelle Verwendung nutzen. Bitte nennen Sie bei Veröffentlichung die Quelle, die unter der Grafik steht. Bearbeitbare Dateien erhalten Sie auf Anfrage an presse@vzbv.de.

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