Zahlen mit Bargeld sicherstellen, verbrauchergerechten digitalen Euro einführen

Person mit Kreditkarte und Bargeld

Quelle: volovodov_123rf

Warum ist das für Verbraucher:innen wichtig?

Wenn Bargeld abheben oder Bargeldzahlung in Geschäften und Restaurants schwieriger wird, droht ein Kipppunkt: Verbraucher:innen können dann nicht mehr entscheiden, ob sie bar oder digital zahlen wollen. Schon heute entstehen zusätzliche Kosten und Aufwand, wenn Barzahlungen abgelehnt werden. Im digitalen Zahlungsverkehr sind Verbraucher:innen von wenigen nicht-europäischen Anbietern abhängig.

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In einer Befragung Ende 2025 gaben

29 Prozent

der Befragten an, dass sich ihr Weg zur Abhebung von Bargeld in den vergangenen drei Jahren verlängert hat. Im Jahr 2023 waren es 26 Prozent.1

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30 Prozent

der Befragten konnten in den sechs Monaten vor der Befragung mindestens einmal nicht bar zahlen, da eine Barzahlung nicht möglich war.2 In 2023 gaben dies 27 Prozent an.

Laut einer BEUC-Studie3 wünschen sich deutsche Verbraucher:innen bei einer neuen digitalen Zahlungsmethode, dass diese vor allem sicher und verlässlich sowie einfach zu nutzen ist, niedrige oder keine Transaktionsgebühren aufweist, einfache Rückerstattungsregeln im Betrugsfall bietet universell akzeptiert wird und personenbezogene Daten schützt.

Was steht im Koalitionsvertrag?

„Wir stellen sicher, dass jeder weiterhin selbst entscheiden kann, wie er bei Geschäften des Alltags bezahlt. Das Bargeld als gängige Zahlungsform erhalten wir. Wir setzen uns für echte Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr ein und wollen, dass grundsätzlich Bargeld und mindestens eine digitale Zahlungsoption schrittweise angeboten werden sollen.

Wir unterstützen einen digitalen Euro, der sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel (Wholesale / Retail) einen echten Mehrwert liefert sowie das Bargeld ergänzt, die Privatsphäre der Verbraucherinnen und Verbraucher schützt, kostenfrei für Verbraucherinnen und Verbraucher nutzbar ist und die Finanzstabilität nicht beeinträchtigt.“

Federführendes Ministerium: Bundesministerium der Finanzen

Begonnen / teilweise umgesetzt

Was stärkt Verbraucher:innen?

  • Die Bundesregierung sollte sicherstellen, dass Verbraucher:innen einfachen Zugang zu Bargeld haben und grundsätzlich mit Bargeld bezahlen können.
  • Die Bundesregierung sollte sich für einen nach Verbraucherbedürfnissen gestalteten digitalen Euro einsetzen. Ein digitaler Euro muss sicher, einfach und für Verbraucher:innen kostenfrei zu nutzen sein.

Bewertung

1 Jahr

Die Bundesregierung sollte schon jetzt unabhängig vom Gesetzgebungsprozess auf EU-Ebene Maßnahmen beschließen, die das Bargeld für die Zukunft absichern. Insbesondere braucht es Maßnahmen, mit denen ein einfacher Zugang zum Bargeld sichergestellt wird, und Regelungen zur Akzeptanzpflicht von Bargeld. Die Unterstützung der Bundesregierung für den digitalen Euro ist zu begrüßen. Sie sollte sich im anstehenden Trilog für einen starken Schutz der Privatsphäre und eine starke Aufsicht einsetzen.

Bewertung: So lala

Erläuterung zur Bewertung

Stark

Verbraucher:innen profitieren merklich von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen positiven Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

So lala

Verbraucher:innen profitieren nur wenig von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat weder einen ausgesprochen positiven noch negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Schwach

Verbraucher:innen profitieren nicht von der politischen Entscheidung oder sie verschlechtert ihre Stellung sogar (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Nicht begonnen

Eine Bewertung ist noch nicht möglich.

Quellennachweis