Tiergerechte Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion ausbauen

Mann füttert Ziegen im Gehege

Quelle: kremen4886-123rf

Warum ist das für Verbraucher:innen wichtig?

Die gegenwärtige Tierhaltung wird von einer Mehrheit der Bevölkerung als nicht akzeptabel bewertet. Sie fordert einen tiergerechteren Umgang bei Haltung, Transport und Schlachtung. Viele Verbraucher:innen möchten beim Kauf erkennen können, aus welcher Haltungsform tierische Produkte stammen, um – je nach Zahlungsbereitschaft – tiergerecht erzeugte Produkte zu honorieren.

Icon Sprechblase+Beratung RGB Outline rot

Rund 

88,5Prozent

Verbraucher:innen wünschen sich höhere Tierhaltungsstandards.1

Icon Warenkorb+Shopping RGB Outline rot

In Bezug auf Tierwohl-Versprechen geben 

61,5 Prozent

an, wenig oder gar kein Vertrauen in die Supermärkte zu haben. 26,9 % zeigen sich unentschieden.2

Icon Lebensmittel RGB Outline rot

Für 

86 Prozent

der Verbraucher:innen sind bei einem Besuch in einem Restaurant oder einer Kantine Standards in der Tierhaltung bedeutend.3

Was steht im Koalitionsvertrag?

„Wir reformieren unter Einbeziehung der Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz grundsätzlich, um es praxistauglich zu gestalten und auf das Tierwohl auszurichten. (…) Wir werden die Tiergesundheitsstrategie unter Vernetzung der vorhandenen Datenbanken weiterentwickeln.“

Federführendes Ministerium: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat

Begonnen / teilweise umgesetzt
Referentenentwurf

Was stärkt Verbraucher:innen?

  • Die Tierhaltungskennzeichnung muss verständlich und auf den ersten Blick erfassbar gestaltet sein.
  • Die Bundesregierung sollte die Tierhaltungskennzeichnung auf alle Lebensphasen der Tiere, auf weitere Tierarten, auf die Außer-Haus-Verpflegung und auf verarbeitete Produkte ausweiten. Auch Schlachtung und Transport sollten berücksichtigt werden.
  • Die Bundesregierung sollte den Begriff „Tierwohl“ schützen, um Vertrauen in die Kennzeichnungen zu schaffen und Werbeaussagen überprüfbar zu machen.
  • Die Bundesregierung sollte ein Monitoring- und Kontrollsystem von Tiergesundheit und Tierschutz als Instrument der Überwachungsbehörden und der staatlichen Förderung etablieren.

Bewertung

1 Jahr

Der Verbraucherzentrale Bundesverband begrüßt, dass der Referentenentwurf zum staatlichen Tierhaltungskennzeichen eine Anwendung auch in der Außerhaus-Verpflegung vorsieht. Im weiteren Gesetzgebungsprozess ist es wichtig, dass das Verbraucherverständnis der Kennzeichnung berücksichtigt wird. Verbraucher:innen müssen die Kennzeichnung auf Anhieb erkennen und einordnen können, um eine qualifizierte Kaufentscheidung zu treffen. Für die Glaubwürdigkeit des Kennzeichens wird entscheidend sein, ein Downgrading (Verkauf von Fleisch aus höheren Stufen deklariert als niedrigere Stufe) nur begrenzt zu ermöglichen.

Bewertung: So lala

Erläuterung zur Bewertung

Stark

Verbraucher:innen profitieren merklich von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen positiven Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

So lala

Verbraucher:innen profitieren nur wenig von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat weder einen ausgesprochen positiven noch negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Schwach

Verbraucher:innen profitieren nicht von der politischen Entscheidung oder sie verschlechtert ihre Stellung sogar (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Nicht begonnen

Eine Bewertung ist noch nicht möglich.