Strompreis für private Haushalte senken

Frau blickt auf den Stromzähler

Quelle: flojate-123rf

Warum ist das für Verbraucher:innen wichtig?

Verbraucher:innen in Deutschland zahlten im ersten Halbjahr 2025 im europäischen Vergleich die höchsten Strompreise.1 Diese sind für viele bereits heute schwer zu stemmen. Im Rahmen der Energiewende werden strombasierte Technologien immer wichtiger, beispielsweise Wärmepumpen und E-Autos. Verbraucher:innen müssen daher schnell entlastet werden.

Im Jahr 2026 hat die Bundesregierung die Übertragungsnetzentgelte mit 6,5 Mrd. Euro bezuschusst. Die Bundesregierung hatte mit dieser Maßnahme eine Entlastung von 100 Euro angestrebt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat im 1. Quartal 2026 einen Marktcheck zur Entlastungswirkung dieses Zuschusses durchgeführt, um zu prüfen, wie stark Verbraucher:innen tatsächlich davon profitieren.

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Um durchschnittlich

56 Euro

sanken durch den Zuschuss in den untersuchten Netzen die Netzentgelte für private Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh.2

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68 Euro

würde die Entlastung der Haushalte pro Jahr bei der Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß bedeuten. Sie wäre zudem bundeseinheitlich.3

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Um

171 Euro

würde die Kombination aus Stromsteuersenkung und dem Wegfall der Umlagen (KWKG-Umlage, Offshore-Netzumlage und Aufschlag für besondere Netznutzung) für Verbraucher:innen einen typischen privaten Haushalt entlasten.4

Was steht im Koalitionsvertrag?

„Wir wollen Unternehmen und Verbraucher in Deutschland dauerhaft um mindestens fünf Cent pro kWh mit einem Maßnahmenpaket entlasten. Dafür werden wir als Sofortmaßnahme die Stromsteuer für alle auf das europäische Mindestmaß senken und Umlagen und Netzentgelte reduzieren. Um Planungssicherheit zu schaffen, ist unser Ziel, die Netzentgelte dauerhaft zu deckeln.“

Federführende Ministerien: Bundesministerium der Finanzen, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Begonnen / teilweise umgesetzt

Was stärkt Verbraucher:innen?

  • Die Bundesregierung sollte die Stromsteuer auch für private Haushalte auf das EU-Mindestmaß absenken.
  • Die Bundesregierung sollte die Umlagen (KWKG-Umlage, Offshore-Netzumlage und Aufschlag für besondere Netznutzung) auf den Strompreis senken. Die Ersparnis muss bei den Verbraucher:innen ankommen.

Bewertung

1 Jahr

Die im Koalitionsvertrag versprochene Senkung des Strompreises um fünf Cent pro Kilowattstunde wird nicht erreicht. Der Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten wirkt nur temporär, regional unterschiedlich und reicht insgesamt nicht aus. Zudem sind Energieversorger nicht verpflichtet, die Senkung weiterzugeben und die Industrie profitiert im Schnitt überproportional. Sinnvoller wäre es, die Umlagen auf den Strompreis zu senken. Die als Sofortmaßnahme angekündigte Senkung der Stromsteuer wurde nicht vorgenommen.

Bewertung: Schwach

Erläuterung zur Bewertung

Stark

Verbraucher:innen profitieren merklich von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen positiven Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

So lala

Verbraucher:innen profitieren nur wenig von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat weder einen ausgesprochen positiven noch negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Schwach

Verbraucher:innen profitieren nicht von der politischen Entscheidung oder sie verschlechtert ihre Stellung sogar (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Nicht begonnen

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