Private Altersvorsorge reformieren

Älteres Paar beugt sich über Rechnungen

Quelle: simpson33-123rf

Warum ist das für Verbraucher:innen wichtig?

Für viele Verbraucher:innen gilt: ohne Zusatzvorsorge fürs Alter geht es nicht. Das Problem: die bisherige Riester-Rente ist kompliziert, teuer und wirft zu wenig Rendite ab. Nicht umsonst ist die Zahl der Riester-Verträge mittlerweile rückläufig.

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Weniger als

15 Millionen

Riester-Verträge existieren in Deutschland. Der niedrigste Stand seit 2010.1

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2 Prozent

Rendite pro Jahr schafft kaum ein Vertrag, viele deutlich weniger. Mit Riester-Rentenversicherungen machen Verbraucher:innen in der Regel reale Verluste.2

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11,5 Prozent

beträgt die durchschnittliche Jahresrendite, die der schwedische Altersvorsorgefonds AP7 seit seiner Einführung erwirtschaftet hat.3

Was steht im Koalitionsvertrag?

„Wir werden die bisherige Riester-Rente in ein neues Vorsorgeprodukt überführen, von bürokratischen Hemmnissen befreien und mit dem Verzicht auf zwingende Garantien sowie der Reduzierung der Verwaltungs-, Produkt- und Abschlusskosten reformieren. Wir prüfen eine Ausweitung des Kreises der Förderberechtigten. Wir wollen dieses neue Produkt mit einer möglichst einfachen staatlichen Förderung für Bezieherinnen und Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen begleiten. Kern der reformierten Riester-Rente wird ein Anlageprodukt sein, das es auch in Form eines Standardproduktes geben soll.“

Federführendes Ministerium: Bundeministerium der Finanzen

Begonnen / teilweise umgesetzt
Beratung im Bundesrat

Was stärkt Verbraucher:innen?

  • Anstelle der Riester-Rente sollte die Bundesregierung ein öffentlich organisiertes Standardprodukt einführen. Verbraucher:innen sollten automatisch in das Standardprodukt einbezogen werden und einen Teil ihres Gehalts einzahlen, dieser Einbeziehung aber auch unkompliziert widersprechen können (Opting-Out).
  • Das öffentliche Standardprodukt sollte nach schwedischem Vorbild global gestreut und kostengünstig in Aktien anlegen und das Anlagerisiko in Richtung Renteneintritt schrittweise reduzieren.

Bewertung

1 Jahr

Die Entscheidung für ein zentrales staatliches Standardprodukt ist ein Meilenstein für Verbraucher:innen. Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Das Produkt muss aktiv nachgefragt werden. Noch effizienter und wirksamer wäre ein Opt-out-Mechanismus, bei dem Verbraucher:innen beispielsweise über ihre Arbeitgeber automatisch auf das Produkt hingewiesen und einbezogen würden – mit der Möglichkeit, bei Bedarf auszusteigen.

Bewertung: Stark

Erläuterung zur Bewertung

Stark

Verbraucher:innen profitieren merklich von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen positiven Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

So lala

Verbraucher:innen profitieren nur wenig von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat weder einen ausgesprochen positiven noch negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Schwach

Verbraucher:innen profitieren nicht von der politischen Entscheidung oder sie verschlechtert ihre Stellung sogar (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Nicht begonnen

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