Öffentliches Laden von E-Autos vereinfachen und Preistransparenz verbessern

Person an einer E-Ladesäule

Quelle: 1112000-123rf

Warum ist das für Verbraucher:innen wichtig?

Das öffentliche Laden von E-Autos ist bei längeren Fahrten und für alle ohne eigene Lademöglichkeit essenziell. Doch es gibt nicht genug Ladesäulen und nicht alle Ladesäulen sind für alle Verbraucher:innen nutzbar. Zusätzlich ist es oft schwierig, die günstigste Ladesäule zu finden und die Kosten des Ladevorgangs vorab abzuschätzen. In der Folge laden E-Autofahrende zu höheren Kosten als eigentlich möglich, was die Akzeptanz der Elektromobilität senkt.

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84 Prozent

der Befragten stimmen voll und ganz oder eher zu, dass es beim Umstieg auf Elektromobilität für sie entscheidend wäre, dass die Preise für das öffentliche Laden transparent und einheitlich gestaltet sind.1

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47 Prozent

der Befragten stimmen der Aussage, dass die Anzahl der öffentlichen Ladesäulen deutlich zugenommen hat und für sie keine Hürde für den Wechsel zur Elektromobilität mehr darstellt, eher nicht oder überhaupt nicht zu.2

Was steht im Koalitionsvertrag?

„Den flächendeckenden Ausbau von Pkw- und Lkw-Ladeinfrastruktur treiben wir voran und erhöhen die Förderung.“

„Wir werden die E-Mobilität mit Kaufanreizen fördern. Zudem ergreifen wir unter anderem folgende Maßnahmen: Den beschleunigten Ausbau und die Sicherstellung der Finanzierung eines flächendeckenden, bedarfsgerechten und nutzerfreundlichen Ladenetzes und des Schnellladenetzes für PKW und LKW und die stärkere Förderung des gewerblichen Depotladens.“

Federführendes Ministerium: Bundesministerium für Verkehr

Begonnen / teilweise umgesetzt

Was stärkt Verbraucher:innen?

  • Die Bundesregierung sollte dafür sorgen, dass alle öffentlichen Ladepreise, sowohl für Ad-hoc-Laden als auch für vertragsbasiertes Laden, den Verbraucherinformationsdiensten zur Verfügung gestellt werden. Preisänderungen müssen unverzüglich aktualisiert werden.
  • Die Bundesregierung sollte bei der Vergabe neuer Ladepunkte wettbewerbliche Anreize schaffen, um Monopole zu verhindern.
  • Die Bundesregierung sollte sich auf europäischer Ebene dafür einsetzen, die Vorgaben für faire, diskriminierungsfreie und nachvollziehbare Preisgestaltung beim öffentlichen Laden zu konkretisieren. Bis EU-weit verbindliche Vorgaben existieren, sollte die Bundesregierung entsprechende Vorgaben auf nationaler Ebene einführen.

Bewertung

1 Jahr

In ihrem „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ hat die Bundesregierung verschiedene Maßnahmen beschlossen, die unter anderem die Preistransparenz beim Ad-hoc-Laden und vertragsbasierten Laden verbessern, die Vorgaben zur Preisentwicklung konkretisieren und wettbewerbliche Anreize für den Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur schaffen sollen. Die Umsetzung der Maßnahmen hat teilweise begonnen, konkrete Gesetzesentwürfe stehen jedoch noch aus.

Bewertung: Stark

Erläuterung zur Bewertung

Stark

Verbraucher:innen profitieren merklich von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen positiven Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

So lala

Verbraucher:innen profitieren nur wenig von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat weder einen ausgesprochen positiven noch negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Schwach

Verbraucher:innen profitieren nicht von der politischen Entscheidung oder sie verschlechtert ihre Stellung sogar (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Nicht begonnen

Eine Bewertung ist noch nicht möglich.

Quellennachweis

  • 1

    Repräsentative Telefonbefragung (27. Oktober bis 7. November 2025) von forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Basis: 1000 in Deutschland lebende Personen ab 18 Jahren. Statistische Fehlertoleranz:  +/- 3 Prozentpunkte in der Gesamtstichprobe.

  • 2

    ebd.