Elektronische Patientenakte patientenorientiert weiterentwickeln

Arzt und Patientin sitzen am Tisch; der Arzt schaut auf ein Tablet

Quelle: 123 rf - akkamulator

Warum ist das für Verbraucher:innen wichtig?

Bislang nutzen die wenigsten Versicherten ihre ePA, vielen ist gar nicht bewusst, dass sie automatisch angelegt wird. Es fehlt an transparenter Information, spürbaren Mehrwerten und Einstellungsmöglichkeiten für die Hoheit über die eigenen Daten. Hier muss nachgebessert werden, damit die ePA das Vertrauen der Nutzer:innen gewinnen und ihr Potenzial für eine bessere Versorgung voll ausschöpfen kann.

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Nur 

4 Prozent

der gesetzlich Versicherten nutzen ihre ePA aktiv.1

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Mehr als 

vier von zehn

Befragten (43 Prozent) nehmen fälschlicherweise an, die ePA würde erst eingerichtet, nachdem man sich registriert und die App installiert hat.2

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54 Prozent

der Befragten geben an, sich persönlich weniger gut oder gar nicht gut über die elektronische Patientenakte informiert zu fühlen.3

Was steht im Koalitionsvertrag?

„Für die Zukunft der Gesundheitsversorgung nutzen wir die Chancen der Digitalisierung. Noch 2025 rollen wir die elektronische Patientenakte stufenweise aus, von einer bundesweiten Testphase zu einer verpflichtenden sanktionsbewehrten Nutzung.“

Federführendes Ministerium: Bundesministerium für Gesundheit

Begonnen / teilweise umgesetzt

Was stärkt Verbraucher:innen?

  • Die Bundesregierung und die gematik sollten bei der Weiterentwicklung der ePA spürbare Mehrwerte für Patient:innen, wie einen digitalen Impfpass, priorisieren.
  • Die Bundesregierung und die gematik sollten es Patient:innen ermöglichen, unkompliziert und gezielt zu steuern, wer welche Informationen in ihrer ePA einsehen darf.
  • Das Bundesministerium für Gesundheit, die gematik und die Krankenkassen sollten transparent über die ePA sowie ihre Funktionalitäten, Chancen und Risiken informieren.
  • Die Bundesregierung sollte eine unabhängige Evaluation der Opt-out-ePA und des Informationsprozesses beschließen.

Bewertung

1 Jahr

Die ePA ist bundesweit ausgerollt, die Befüllungspflicht für Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern wird jedoch nicht ausreichend nachgehalten. Im Update der Digitalisierungsstrategie gibt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) das Ziel vor, die ePA und ihre aktive Nutzung auch wirklich „für alle“ attraktiv zu machen, indem sie einen spürbareren Mehrwert bieten soll. Doch noch ist unklar, wie der Mehrwert konkret aussehen soll. Die angekündigte Digitalgesetzgebung wird erste Orientierung bringen.

Bewertung: So lala

Erläuterung zur Bewertung

Stark

Verbraucher:innen profitieren merklich von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen positiven Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

So lala

Verbraucher:innen profitieren nur wenig von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat weder einen ausgesprochen positiven noch negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Schwach

Verbraucher:innen profitieren nicht von der politischen Entscheidung oder sie verschlechtert ihre Stellung sogar (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Nicht begonnen

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