Bestätigungslösung für telefonisch geschlossene Verträge einführen

Älteres Paar überprüft Rechnungen

Quelle: wavebreakmediamicro-123rf

Warum ist das für Verbraucher:innen wichtig?

Verträge, die Verbraucher:innen am Telefon untergeschoben werden, sind ein großes Problem im Alltag. Sie gehören in den Verbraucherzentralen zu den am häufigsten erfassten Beschwerdegründen. Diese unseriösen Vertriebsmethoden können zu finanziellen Schäden und Verunsicherung führen. Besonders ältere Menschen sind betroffen.

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Über 9.000 Beschwerden

zu telefonisch untergeschobenen Verträgen wurden im Jahr 2025 in den Verbraucherzentralen bundesweit erfasst. Die meisten der Beschwerden bezogen sich auf die Bereiche Glücksspiel/Gewinnspiel/Lotterie (31 Prozent), Buch/Zeitschrift/Zeitung (23 Prozent), Stromverträge (15 Prozent), Mobilfunk-/Internetverträge (8 Prozent) und Festnetz-/Internetverträge (5 Prozent).1

Was steht im Koalitionsvertrag?

„Wir schützen Verbraucherinnen und Verbraucher umfassend und führen deshalb eine allgemeine Bestätigungslösung für telefonisch angebahnte Dauerschuldverhältnisse ein.“

Federführendes Ministerium: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

nicht begonnen

Was stärkt Verbraucher:innen?

  • Die Bundesregierung sollte zeitnah eine sektorübergreifende Allgemeine Bestätigungspflicht für telefonisch geschlossene langfristige Verträge einführen. Dabei ist es wichtig, dass eine Bestätigung des Vertrags in Textform erst nach dem Telefonat mit ausreichend zeitlichem Abstand möglich ist, damit Verbraucher:innen nicht im Gespräch unter Bestätigungsdruck gesetzt werden können.

Bewertung

1 Jahr

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Erläuterung zur Bewertung

Stark

Verbraucher:innen profitieren merklich von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen positiven Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

So lala

Verbraucher:innen profitieren nur wenig von der politischen Entscheidung (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat weder einen ausgesprochen positiven noch negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Schwach

Verbraucher:innen profitieren nicht von der politischen Entscheidung oder sie verschlechtert ihre Stellung sogar (oder der aktuelle Stand hat entsprechendes Potential). Die politische Entscheidung hat einen negativen Einfluss auf den Alltag der Verbraucher:innen. 

Nicht begonnen

Eine Bewertung ist noch nicht möglich.

Quellennachweis

  • 1

    Die Auswertungen der Beschwerdestatistik basieren auf der Vorgangserfassung aller 16 Verbraucherzentralen in den insgesamt rund 200 Beratungsstellen in Deutschland. Die Vorgangserfassung stellt die statistische Erfassung aller Verbraucheranliegen dar, die im Rahmen der institutionellen Verbraucherarbeit an die Verbraucherzentralen herangetragen werden. Direkte Rückschlüsse auf die Häufigkeit des Vorkommens bestimmter Verbraucherprobleme in der Gesamtbevölkerung sind daraus jedoch nicht ableitbar.