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Verbraucher von klein auf fit für den Alltag machen

Das Kooperationsverbot abschaffen und Verbraucherbildung fördern

Vor welchem Problem stehen Verbraucher?

Ob beim Surfen im Internet, beim Umgang mit dem Taschengeld oder beim schnellen Snack in der Mensa – Kinder und Jugendliche müssen wissen, worauf sie im Alltag achten sollten. Schule muss dafür vorbereiten und aufzeigen, wie sich Konsumentscheidungen auf Klima, Energie und Umwelt auswirken. Allerdings finden 70 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher, dass Schüler im Unterricht nicht genug über Alltagsthemen lernen (Kantar EMNID, repräsentative Umfrage im Auftrag des vzbv, Oktober 2016). Verbraucherbildung steht noch nicht in allen Bundesländern auf dem Stundenplan. Unternehmen versuchen, mit Bildungsangeboten in diese Lücke zu stoßen und mit Unterrichtsmaterialien und Projekttagen Kinder und Jugendliche anzusprechen. Der Übergang zur Werbung ist dabei fließend. Das Kooperationsverbot im Bildungsbereich zwischen Bund und Ländern verhindert außerdem, dass eine bundesweite Qualitätsstruktur für eine unabhängige Verbraucherbildung geschaffen wird.

So kann’s gehen:

Verbraucherbildung muss bundesweit in allen Schulformen verankert werden – und zwar prüfungsrelevant. Die Abschaffung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern würde es ermöglichen, die Länder bei ihren Bildungsaufgaben zeitlich unbegrenzt zu unterstützen und zu fördern – und bundesweit einheitliche Standards zu verankern. Damit Verbraucherbildung nicht zur Werbeveranstaltung verkommt, müssen Unterrichtsmaterialien externer Anbieter, etwa Unternehmen oder Wirtschaftsverbänden, unabhängig geprüft werden. Der Materialkompass Verbraucherbildung des Verbraucherzentrale Bundesverbands ist eine solche unabhängige Bewertungsplattform für Lehrmaterialien, die verstetigt werden muss.

* Quelle: Statistisches Bundesamt, Schüler an allgemeinbildenden Schulen 2016
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