Datum: 28.06.2013

vzbv legt Jahresbericht 2012/2013 vor

Schwerpunktthemen Finanzmarkt und Energiewende auch für Bundestagswahl entscheidend

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Quelle: fotolia.com

Marktchecks der Initiative Finanzmarktwächter, Vorschläge für eine fair finanzierte Energiewende, erfolgreiche Klagen gegen Apple und Facebook: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit seinen 41 Mitgliedern viel für Verbraucher erreicht. Einen Überblick gibt der heute veröffentlichte Jahresbericht. Er geht zudem auf Meilensteine aus 60 Jahren Verbraucherschutz in der Bundesrepublik ein.

„Verbraucherthemen haben sich nach sechs Jahrzehnten fest etabliert. Daran kommt die Politik nicht vorbei. Das ist gerade vor der Bundestags-wahl ein wichtiges Signal“, sagt vzbv-Vorstand Gerd Billen. Der Verband zieht mit dem „Jahresbericht April 2012 bis März 2013“ Bilanz und beleuchtet Themen, die auch in der kommenden Legislaturperiode Prüfsteine für die Verbraucherpolitik sein werden:

Finanzmarkt unter der Lupe

Die vom vzbv koordinierte Initiative Finanzmarktwächter deckte Schiefla-gen am Finanzmarkt auf, die bei Geldanlagen, Lebensversicherungen oder Krediten zu Milliardenverlusten bei Verbrauchern führen. Die Studien und Marktchecks verliehen der Forderung nach einer Finanzmarktbeobachtung aus Verbraucherperspektive Nachdruck. In die Vorbereitung der SEPA-Umstellung brachte der vzbv nutzerfreundliche Aspekte ein und setzte Rechte überschuldeter Kontoinhaber gerichtlich durch.

Kosteneffizienz bei der Energiewende

Der vzbv fordert eine effiziente und sozial gerecht finanzierte Energiewende ein. Er legte Vorschläge für Einsparungen von drei Milliarden Euro vor. Dabei konnte er auf Erkenntnisse aus rund 100.000 Energieberatungen der Verbraucherzentralen, 3.700 Energie-Checks zuhause und eine Studie zur Gebäudesanierung zurückgreifen.

Von Anti-Abzocke-Gesetz bis Verbraucherbildung

Darüber hinaus brachte der Druck des vzbv das Anti-Abzocke-Gesetz doch noch in dieser Legislaturperiode in den Bundestag – ein wichtiger Schritt, um Internetnutzer bei Downloads von Musik und Filmen besser gegen Abmahnabzocke zu schützen. Auch das Projekt „Surfer haben Rechte“ des vzbv machte sich für Verbraucherrechte im Internet stark, zog unter anderem gegen Facebook vor Gericht und bekam in erster Instanz recht. Mit Hilfe der Verbraucher deckte der Verband im Portal www.lebensmittelklarheit.de irreführende Lebensmittelkennzeichnungen auf, veranschaulichte durch eine Umfrage zu Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) finanzielle Fehlanreize im Gesundheitsmarkt und erarbeitete Vorschläge für ein würdevolles Leben im Alter. Zudem förderte der vzbv die Verbraucherbildung.

60 Jahre Interessenvertretung der Verbraucher

Neben aktuellen Themen zeigt die Jahresbilanz 60 Jahre nach der Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände im April 1953, wie sich die Interessenvertretung der Verbraucher entwickelt hat. Eine Chronik beleuchtet den Weg von ersten vergleichenden Warentests über die Gründung von speziellen Institutionen für Rechtsdurchsetzung, Bildung und Forschung bis hin zum Verbraucherschutz in der digitalen Welt.

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Jahresbericht des vzbv 2012/2013

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