Datum: 10.06.2009

Gentechnik aus Verbrauchersicht

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Diskussionspapier des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zur verbraucherpolitischen Bewertung von Gentechnik - anlässlich des Rundes Tischs über "Grüne Biopatentierung" am 10. Juni 2009 - veranstaltet vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

Das Thema Gentechnik wird aktuell wieder intensiv diskutiert. Die Verbreitung von Verfahrenstechniken nimmt zu, bei denen gentechnisch veränderte Mikroorganismen, sei es in der Medizin oder zur Herstellung von Lebensmitteln oder Rohstoffen, zum Einsatz kommen. Angesichts des Bevölkerungswachstums und der weltweiten Verknappung von Lebens- und Futtermitteln werden bio- und gentechnologische Herstellungsmethoden als unverzichtbar für die notwendige Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktivität dargestellt. Auch in Europa sollen immer mehr Pflanzen für den großflächigen Anbau zugelassen werden. Der Nachweis eines Nutzens von den neuen biotechnologischen Züchtungen für den Endverbrauch ist allerdings bisher noch nicht überzeugend gelungen.

Chancen und Risiken der Gentechnik
Das Diskussionspapier bewertet die unterschiedlichen Anwendungsformen der Gentechnologie aus Verbrauchersicht. Diese Bewertung erfolgt kriteriengeleitet und ergebnisoffen, nicht im Sinne einer ideologischen Vorentscheidung für oder gegen eine bestimmte Technologie. Nutzen und Schaden, Chancen und Risiken sind im Einzelnen differenziert abzuwägen und bei veränderter Faktenlage neu zu bewerten. Dabei ist zwischen den verschiedenen Anwendungsgebieten der Gentechnik zu unterscheiden. Wo Prozesse in Gang gesetzt werden, die nicht rückholbar sind (Irreversibilität), müssen strengere Kriterien für die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen in die Natur, tierische oder menschliche Lebewesen gelten als in geschlossenen Systemen.

Patentschutz ist reformbedürftig
Grundlegend reformbedürftig erscheint im Lichte der neuen biotechnischen Verfahren das internationale Recht zum Schutz geistigen Eigentums. Eine klare Trennung zwischen Substanz- und Verfahrensschutz wäre die Voraussetzung für eine diskriminierungsfreie Entwicklung der Bio- und Gentechnologien.

Das vollständige Diskussionspapier (22 Seiten, 130 KB) finden Sie als PDF-Datei im Dokumentendownload auf der rechten Seite.

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Gentechnik Diskussionspapier Juni 2009

Gentechnik Diskussionspapier Juni 2009

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