Datum: 07.07.2010

vzbv fordert, die Geldautomatengebühren schnell zu begrenzen

Verbraucherzentrale Bundesverband fordert Deckel von zwei Euro

Pressemitteilung

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Eine Begrenzung der Fremdabhebegebühren an Geldautomaten auf maximal zwei Euro fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Der vzbv sieht sich durch das Bundeskartellamt bestätigt, das eine Obergrenze von fünf Euro und damit den Vorschlag des Zentralen Kreditausschusses abgelehnt hat. "Der Markt allein ist nicht in der Lage, diesen Wucher zu verhindern", sagt vzbv-Vorstand Gerd Billen. Da die Beteiligten offenkundig nicht in der Lage seien, sich auf eine angemessene Obergrenze zu verständigen, müsse die Politik eingreifen und Höchstentgelte per Gesetz festlegen.

Ungeachtet der Festlegung einer Höchstgrenze erinnert der vzbv an die notwendige Kostentransparenz am Automaten, wie sie nach dem neuen europäischen Zahlungsverkehrsrecht vorgeschrieben ist. Gerd Billen: "An jedem Automaten muss klar erkennbar sein, was eine Abhebung kostet."

Hintergrund
Bis zu zehn Euro Mindestbetrag zahlen Bankkunden in Deutschland, wenn sie Geld an einem fremden Automaten abheben. Der Grund: Die Banken und Sparkassen tragen einen Konkurrenzkampf auf dem Rücken der Kunden aus. Das ist einmalig in Europa. Während in anderen Ländern Abhebungen oft sogar kostenlos sind, streiten sich die Geldinstitute in Deutschland seit Jahren und lassen ihre Kunden dafür zahlen. vzbv-Vorstand Gerd Billen: "Die Fremdabhebegebühren sind ein Füllhorn für die Anbieter, Leidtragende sind wie so oft die Kunden."

Ansprechpartner

Frank-Christian Pauli

Referent Team Marktbeobachtung Finanzen
info@vzbv.de +49 30 25800-0