Datum: 18.03.2010

Mehr Transparenz am Geldautomat

Verbraucherzentrale Bundesverband fordert, Gebühren für Fremdabhebungen zu begrenzen

Pressemitteilung

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Eine Höchstgrenzen von zwei Euro für Abhebegebühren an Geldautomaten fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). "Der Markt ist offenbar nicht in der Lage, diesen Wucher zu verhindern. Deshalb muss die Politik eingreifen und die Gebühren deckeln", erklärt Vorstand Gerd Billen. Außerdem müsse sie die Transparenz erhöhen. An jedem Automaten müsse klar erkennbar sein, was eine Abhebung kostet.

Bis zu zehn Euro Mindestbetrag zahlen Bankkunden in Deutschland, wenn sie Geld an einem fremden Automaten abheben. Der Grund: Die Banken und Sparkassen tragen einen Konkurrenzkampf auf dem Rücken der Kunden aus. "Das ist einmalig in Europa. Während in anderen Ländern Abhebungen kostenlos sind, streiten sich die Geldinstitute in Deutschland seit Jahren und lassen ihre Kunden dafür zahlen", kritisiert Billen. Bei einem gestrigen Fachgespräch im Verbraucherausschuss des Bundestages forderte der vzbv deshalb gesetzliche Höchstbeträge und mehr Transparenz.

Ansprechpartner

Frank-Christian Pauli

Referent Team Marktbeobachtung Finanzen
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