Datum: 28.11.2016

Geoblocking: Online-Shoppping mit Hürden

Audiovisuelle Inhalte werden in Verordnung nicht berücksichtigt

online-shopping tunedin fotolia 74122948 m.jpg

Quelle: tunedin - fotolia.com

  • Geoblocking-Verordnung lässt für Verbraucher relevante Güter wie audiovisuelle Inhalte außen vor.
  • vzbv fordert das Europäische Parlament auf, Verordnung verbraucherfreundlicher auszugestalten.
  • Verbraucher müssen stärker vom Europäischen Binnenmarkt profitieren.

Der Rat für Wettbewerbsfähigkeit legt heute die Position der EU-Mitgliedsstaaten zur Geoblocking-Verordnung fest. Diese soll eine Ungleichbehandlung von Verbraucherinnen und Verbrauchern im EU-Binnenmarkt verbieten. „Eine Diskriminierung von Verbrauchern nach ihrem Wohnort oder ihrer Nationalität sollte im europäischen Binnenmarkt nicht erlaubt sein. Leider sind aber in der Geoblocking-Verordnung für Verbraucher wichtige Güter wie audiovisuelle Inhalte nicht enthalten“, kritisiert Linn Selle, Handelsreferentin beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

„Verbraucher erwarten seit langem, dass sie überall in Europa diskriminierungsfrei einkaufen können – ob das Musikstreaming, Elektronikgüter in Shopping-Portalen, oder der Besuch im französischen Vergnügungspark ist – hier gibt es noch erheblichen Nachholbedarf.", so Selle.

Wichtige Bereiche nicht verbraucherfreundlich geregelt

Ziel des EU-Binnenmarktes sollte es sein, dass Verbraucher über nationale Grenzen hinweg diskriminierungsfrei Güter und Dienstleistungen erstehen können wie Kunden im eigenen Land. Hier bestehe Nachbesserungsbedarf. Denn der Rat hat wichtige Fragen nicht verbraucherfreundlich genug geregelt:

  • Anwendungsbereich: Bestehendes europäisches Verbraucherrecht darf nicht durch die Geoblocking-Verordnung unterlaufen werden.
  • Reichweite der Verordnung: Verbraucher wünschen sich Zugang zu europäischen Musik- und Mediendiensten. Gerade diese Produkte (audiovisuelle Medien, urheberrechtlich geschützte Dienste) sind jedoch nicht von der Geoblocking-Verordnung erfasst.
  • Verbot von Passiv-Verkäufen: Verträge zwischen Unternehmen, die Kunden nach Wohnort oder Nationalität diskriminieren, müssen verboten werden.

Die vollständige Stellungnahme des vzbv zur Verordnung steht Ihnen zum Download zur Verfügung.

Downloads

Geoblocking im EU-Binnenmarkt | Stellungnahme des vzbv zum EU-Verordnungsentwurf über Maßnahmen gegen Geoblocking | 28. November 2016

Geoblocking im EU-Binnenmarkt | Stellungnahme des vzbv zum EU-Verordnungsentwurf über Maßnahmen gegen Geoblocking | 28. November 2016

Ansehen
PDF | 50.73 KB

Weitere Informationen

Kontakt

Kontakt

Icon für Kontakt für Verbraucher

Service für Verbraucher:innen

Was suchen Sie? Wählen Sie eine passende Option:

Kontakt

Pressestelle

Service für Journalist:innen
presse@vzbv.de +49 30 25800-525

Kontakt

N.N.

Referentin Team Brüssel
buero-bruessel@vzbv.de +49 30 258 00-0