Datum: 06.11.2015

Autoskandal: deutsche und europäische Verbraucherschützer für Aufklärung

Runder Tisch soll für Wahrheit und Klarheit auf dem Automarkt sorgen

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Quelle: Sven Krautwald - fotolia.com

  • Europäische Verbraucherorganisation BEUC und der vzbv fordern Runden Tisch.
  • Forderungen an Bundesminister Dobrindt, Maas und Gabriel adressiert.
  • Ziel muss mehr Wahrheit und Klarheit auf dem Automobilmarkt sein.

Der Abgas- und CO2-Skandal beunruhigt nicht nur Verbraucher in Deutschland, sondern in ganz Europa. Der europäische Dachverband der Verbraucherorganisationen BEUC und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) haben sich an die Bundesminister Dobrindt, Maas und Gabriel gewandt und erwarten Aufklärung.

„Auf Informationen und Herstellerangaben können sich Autokäufer nicht mehr alleine verlassen. Die fast täglich neuen Enthüllungen und unzureichenden Informationen verwirren die Verbraucher. Die Politik ist gefordert, diesen Zustand zu beheben und für Wahrheit und Klarheit auf dem Automobilmarkt zu sorgen“, fordert Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Das Vertrauen der Verbraucher in die Marke Volkswagen und in die Automobilindustrie insgesamt sei gefährdet. Deshalb fordert der vzbv endlich einen Runden Tisch "Verantwortung im Automobilmarkt".

Konsequenzen aus dem Abgasskandal

Notwendige Maßnahmen müssten mit Vertretern der Politik, der Hersteller, des Handels und der Umwelt- und Verbraucherverbände gemeinsam diskutiert werden. Da Deutschland derzeit im Fokus der Kritik steht, sei es besonders wichtig, dass die Bundesrepublik auch bei Konsequenzen aus dem Abgasskandal treibende Kraft sei, so BEUC. Die deutsche Politik müsse in konkreten praktischen Schritten die Wende hin zu mehr Klarheit und Wahrheit im Automobilsektor einleiten.

BEUC und vzbv setzen sich dafür ein, dass betroffene Autos schnell in einen rechtskonformen Zustand gebracht werden. Schäden und Folgekosten müssen vollständig von Volkswagen übernommen werden. Die Politik müsse dafür sorgen, dass die Testverfahren für Abgase und Kraftstoffverbrauch zügig den Realitäten angepasst würden, so die Verbraucherschützer. Sämtliche Angaben auch zur Verwendung der Prüfsoftware müsste den Zulassungsbehörden gegenüber offengelegt werden. Zu diesem Zweck sollten die Befugnisse der Zulassungsbehörden gestärkt werden und deren finanzielle Abhängigkeit von der Autoindustrie beendet werden. Zudem fordern BEUC und vzbv, endlich die Informations- und Klagerechte von Verbrauchern zu verbessern.

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Runder Tisch "Verantwortung im Automobilmarkt" | Gemeinsamer Brief von BEUC und vzbv an die Bundesminister Dobrindt, Gabriel und Maas | 6. November 2015

Runder Tisch "Verantwortung im Automobilmarkt" | Gemeinsamer Brief von BEUC und vzbv an die Bundesminister Dobrindt, Gabriel und Maas | 6. November 2015

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