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03.12.2014 > Pressemitteilung

vzbv begrüßt steuerliche Abschreibung für Gebäudesanierung

Mit Energieeffizienz die Kosten für Verbraucher senken
Quelle: 
Fotolia.com / Marco2811

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt das Klimaaktionsprogramm und den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE). Insbesondere die Fortschritte im Bereich Effizienz seien ein Beitrag zur Kostensenkung für Verbraucher.

Die Möglichkeit Steuern zu sparen, ist ein wirksamer Anreiz für Investitionen in Wärmeeinsparung bei Gebäuden. Deshalb ist aus Sicht des vzbv die geplante Einführung einer steuerlichen Abschreibung der energetischen Gebäudesanierung ein wichtiger Fortschritt. Klaus Müller, Vorstand des vzbv: „Steuerliche Anreize können Investitionen in die Gebäudesanierung attraktiver machen und Hürden überwinden. Eine Gegenfinanzierung durch Minderung der absetzbaren Handwerkerkosten lehnen wir ab, weil damit Verbraucher von kleinen Investitionen abgehalten werden können. Die Politik darf sich nicht die Finanzierung aus der anderen Tasche der Verbraucher holen.“

Der vzbv begrüßt insbesondere die Pläne des Bundesumweltministeriums, einkommensschwachen Haushalten nach einer Gebäudesanierung über eine Klima-Komponente des Wohngelds ein klimafreundliches Wohnen zu ermöglichen.

Sinnvoll ist auch die Optimierung, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Energieberatung. Die aktuelle Debatte zur Wärmedämmung zeigt dabei die Bedeutung von qualifizierter und unabhängiger Empfehlungen. Wärmedämmung kann sich lohnen und dazu beitragen, Energie zu sparen, den Wohnkomfort zu erhöhen und den Wert der Immobilie zu erhalten oder gar zu steigern. Bei Effizienzmaßnahmen fordert der vzbv Warmmietenneutralität. "Der Vermieter sollte dem Mieter eine Investitionsumlage nur in einer Höhe zumuten dürfen, die den Einsparungen bei den Mietnebenkosten durch einen geringeren Verbrauch entspricht“, so Müller.

Bei der Wärmedämmung ist eine sorgfältige Einzelfallprüfung der individuellen Gegebenheiten unerlässlich. Diese sollte ein unabhängiger Fachmann vornehmen, der selbst keine kommerziellen Interessen verfolgt. „Wichtig ist die Qualitätssicherung bei Angeboten der Energieeinsparung und –effizienz, sie müssen ihr Versprechen bei der CO2 und Geldeinsparung auch halten“, sagt Müller. Eine erste Anlaufstelle für private Verbraucher ist die Verbraucherzentrale Energieberatung.

Bündnis #Effizienzwende

Gemeinsam mit einem Bündnis aus Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialverbänden sowie Gewerkschaften setzt sich der vzbv für weitergehende Maßnahmen ein.

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