Skip to content Skip to navigation Logo Verbraucherzentrale Bundesverband

26.09.2012 > Pressemitteilung

Riester-Verträge künftig besser vergleichbar

vzbv fordert gute Produkte und Berufsunfähigkeitsschutz für jeden
Quelle: 
pure-life-pictures - fotolia.com

Über aussagekräftige Informationsvorgaben bei Riester-Verträgen will sich die Regierungskoalition heute verständigen. Durch klare Angaben zu Kosten und Risiken sollen Verbraucher Verträge besser einschätzen und vergleichen können. „Mehr Transparenz ist ein richtiger Schritt zu mehr Kundenorientierung“, sagt Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). „Als nächstes sollten Vorschläge folgen, die sich unmittelbar im Portemonnaie des Verbrauchers auswirken.“

Dazu müssten Versicherer höhere Risikoüberschüsse an die Kunden weitergeben - statt bisher 75 Prozent mindestens 90 Prozent, so der vzbv. Unattraktiv sind auch die hohen Abschluss- und Vertriebskosten bei einem Anbieterwechsel: Für 50 Prozent des übertragenen Kapitals hat der Kunde ein zweites Mal zu zahlen. „Wer mehr Wettbewerb will, muss ein Wechselrecht ohne neue Abschlusskosten beim neuen Anbieter regeln“, meint Billen.

Die Vorschläge der Koalition behandeln auch eine bessere Absicherung der Berufsunfähigkeit. Der vzbv begrüßt, dass nur Verträge steuerlich gefördert werden sollen, die wichtige Produktkriterien erfüllen. Doch die Anträge von Verbrauchern mit Vorerkrankungen oder risikoreichen Berufen werden oftmals abgelehnt. „Hier muss die Politik für einen bezahlbaren Versicherungsschutz für jedermann unabhängig vom Gesundheitszustand sorgen“, fordert Billen. Die Einführung des so genannten „Pflege-Bahr“ habe gezeigt, dass geförderte Vorsorgeprodukte durchaus an eine Annahmepflicht (Kontrahierungszwang) für die Versicherer geknüpft werden können.

Weitere Informationen