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27.06.2014 > Pressemitteilung

Mehr Verbraucherschutz im Finanzmarkt

Bundestag beschließt Aufbau des Finanzmarktwächters
Quelle: 
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Nach dem Beschluss des Haushaltsausschusses vom 5. Juni 2014 hat heute der Bundestag eine Anschubfinanzierung für den Finanzmarktwächter noch in diesem Jahr bewilligt. Dieser soll für Transparenz am Finanzmarkt sorgen und den Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher mehr Gewicht verleihen.

Schon lange haben sich der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen für den Aufbau eines Finanzmarktwächters eingesetzt. „Wir freuen uns, dass die Große Koalition bei der Stärkung des Verbraucherschutzes im Finanzmarkt beginnt“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

 

Die Aufgaben des Finanzmarktwächters sind die Beobachtung und Analyse des Finanzmarkts und die frühzeitige Identifizierung von Fehlentwicklungen. Grundlage seiner Erkenntnisse sollen die zahlreichen Fälle der Verbraucherzentralen sein. Rund 130.000 Verbraucher wenden sich jährlich mit Problemen im Bereich Finanzdienstleistungen an die Beratungsstellen. Der Finanzmarktwächter soll die Fälle dokumentieren, systematisch auswerten sowie mit repräsentativen Umfragen und Marktbeobachtungen begleiten. Seine Erkenntnisse stellt er dann den zuständigen Behörden zur Verfügung. Für Verbraucher übersetzt er sie in klare Informationen. Notfalls setzt er kollektive Verbraucherrechte gerichtlich durch.

Erkennen, informieren, handeln

„Wenn die Probleme, die Verbraucher mit den Akteuren am Markt erleben, systematisch dokumentiert und an die Aufsichtsbehörden und politischen Akteure weitergegeben werden, dann ist das ein erster wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz und Evidenz“, sagt Müller. „Wir freuen uns, dass wir jetzt für den Finanzmarkt ein System entwickeln können, in dem die unterschiedlichen Akteure ihre Stärken ausspielen können. Die Anschubfinanzierung gibt die Möglichkeit, den Finanzmarktwächter aufzubauen. Im nächsten Haushaltsjahr müssen Bundesregierung und Bundestag die Weichen dafür stellen, dass er auch wirklich greift und langfristig verstetigt wird", so Müller. Für die Stärkung der Verbraucherrechte im Finanzmarkt sei darüber hinaus die Zusammenarbeit zwischen Verbraucherschützern, Aufsichtsbehörden und Wissenschaft ein wichtiger Ansatzpunkt.