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19.09.2016 > Pressemitteilung

Keine Traumrenditen für Netzbetreiber zulasten der Strom- und Gaskunden

Statement von Klaus Müller, Vorstand des vzbv, zur Festlegung der Eigenkapitalzinssätze für Netzbetreiber

Die Bundesnetzagentur entscheidet am Mittwoch über die Höhe der Eigenkapitalzinssätze für Strom- und Gasnetzbetreiber. Damit legt sie fest, wie viel Gewinn die Unternehmen in der kommenden Regulierungsperiode erwirtschaften dürfen – und wie viel Netzentgelt die Strom- und Gaskunden bezahlen müssen.

"Strom- und Gasnetze sind wahre Goldgruben. Trotz Regulierung dürfen die Netzbetreiber Renditen erwirtschaften, von denen normale Anleger angesichts der aktuellen Niedrigzinsphase nur träumen können. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist das mehr als ärgerlich. Schließlich müssen sie die überhöhten Gewinne über ihre Strom- und Gasrechnung bezahlen.

Wir erwarten von der Bundesnetzagentur, dass sie die Eigenkapitalzinsen für die kommende Regulierungsperiode deutlich absenkt. Eine Rendite von fünf Prozent reicht vollkommen aus, um Investitionen in den Aus- und Umbau der Netze anzureizen. Setzt die Bundesnetzagentur ihren aktuellen Vorschlag um, entstehen den Verbrauchern über die nächsten fünf Jahre Mehrkosten von zwei Milliarden Euro. Das wäre ein großes und absolut unnötiges Ärgernis."