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31.08.2007 > Pressemitteilung

Internationale Funkausstellung Berlin: Verbraucherschützer fordern freien und anonymen Zugang zu den digitalen Angeboten

Gläserner Hörer und Zuschauer darf keine Zukunftsvision sein
Quelle: 
pure-life-pictures - fotolia.com

Anlässlich der 47. IFA plädiert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die Vor- und Nachteile der neuen Medienwelt nüchtern zu betrachten. "Die fortschreitende Digitalisierung soll nicht dazu führen, dass Radio hören und fernsehen teurer und komplizierter wird." so vzbv-Vorstand Gerd Billen. Außerdem warnt Billen vor einer "digitalen Schnüffelei in unseren Wohnzimmern", die durch die neuen Medien möglich ist.

Der Empfang von Radio und Fernsehen muss für jeden anonym bleiben. Wer digitale Empfangsgeräte, wie zum Beispiel Set-Boxen, in Anspruch nehmen will, darf nicht gezwungen werden, persönliche Daten herauszugeben. "Private Rundfunkanbieter dürfen nicht ohne Weiteres erfahren, wer welche Fernsehvorlieben hat und wie oft sich jemand eine Sendung anschaut. Auf diese Weise entstünden große Datensammlungen, deren Verwendung keiner kontrollieren kann." sagt Gerd Billen.

Vielfalt der Geräte besser steuern

Die Digitalisierung im Rundfunk wird von einer schnellen Technikentwicklung begleitet. Die Nutzer können aus einem großen Angebot technischer Geräte wählen. Wenn es für Verbraucher aber ständig nötig ist, neue Empfangs- und Sendegeräte zu beschaffen, nutzen ihnen die Neuheiten der digitalen Welt nur wenig. Ein Neukauf von Endgeräten in kurzen Abständen, wie er in der PC-Welt seit vielen Jahren gang und gäbe ist, darf es beim Massenmedium Rundfunk nicht geben. Vielmehr soll ein Upgrading via Software es jedem ermöglich, kostengünstig und schnell technische Weiterentwicklungen zu übernehmen. Auf diese Weise kann die Industrie auch einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den immer größer werdenden Berg von Elektroschrott endlich zu verringern.

Der vzbv auf der IFA:
Datum: 03. September 2007
Zeit: 10.30 - 11.30 Uhr
Ort: Halle 2.2, ARD-Bühne

ARD Diskussionsrunde: Öffentlich-rechtlich: Lagerfeuer, Leuchtturm oder Nische?

Es diskutieren:
Constanze Kurz, Chaos Computer Club e.V.
Michael Bobrowski, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Reinhard Dietrich, Institut für Medienintegration, Europa
Universität Viadrina
Dr. Verena Wiedemann, ARD-Generalsekretärin
Heidi Schmidt, ARD-Onlinekoordination
Moderation: Steffen Grimberg, taz

Veröffentlichung zum Thema:
Medienkompass. Ihr Ratgeber für digitales Fernsehen, Internet und Telekommunikation. Hrsg.: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen & Landesanstalt für Medien NRW