Skip to content Skip to navigation Logo Verbraucherzentrale Bundesverband

15.07.2011 > Pressemitteilung

Datenschutz darf nicht in der Wolke verschwinden

Für verbindliche Regelungen beim Cloud-Computing
Quelle: 
pure-life-pictures - fotolia.com

Das sogenannte Cloud-Computing biete viele neue Möglichkeiten für die Verbraucher. Gleichzeitig wächst die Herausforderung sensible und persönliche Daten sowie die Privatsphäre der Nutzer zu schützen.

Beim Cloud-Computing werden Daten nicht wie bisher auf den Rechnern der Nutzer gespeichert, sondern auf verteilten Rechensystemen im Internet abgelegt. Ebenso lassen sich Anwendungen über diese Netze ausführen. Cloud-Computing bedeutet also, dass Daten und Anwendungen künftig von einem sehr konkreten Ort (dem eigenen PC oder Dienstleister-Rechenzentrum) in ein diffuses Netzwerk aus Servern und Rechenzentren verschoben werden. Der physische Ort der Cloud ist dabei technisch beliebig, so kann ein Teil der Daten zum Beispiel gerade aus Indien kommen, ein anderer aus den USA oder Deutschland.

Cloud-Computing bietet viele Vorteile. Die in „der Wolke“ abgelegten Daten lassen sich über das Internet weltweit abrufen, bisher komplizierte und aufwendige Synchronisationsverfahren zwischen PC und Laptop oder einem mobilen Endgerät werden automatisiert. Die Pflege von gemeinsamen Kalendern ist einfach, ebenso wie das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten.

Cloud-Computing und Datenschutz

Allerdings befürchten private Nutzer, durch Cloud-Computing die Kontrolle über ihre Daten zu verlieren: Wie sicher sind die Daten, wer hat Zugriff darauf, und wie werden sie verwendet? Werden sie analysiert, ausgewertet und verkauft? Wie einfach ist es, die Daten zu einem anderen Anbieter zu übertragen? Was passiert, wenn der Anbieter seinen Dienst einstellt? Wer ist verantwortlich, wenn Daten verloren gehen oder missbraucht werden? Die Beantwortung dieser Fragen ist wesentlich, damit die Nutzer Cloud-Computing ohne Bedenken anwenden können.

Um ein hohes Maß an Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten, fordert der vzbv Politik und die Wirtschaft auf, verbindliche Regelungen zu etablieren. Diese sollen den Zugriff von Dritten verhindern, eine strikte Zweckbindung garantieren sowie für Interoperabilität und Portabilität der Daten sorgen. Außerdem müssen Transparenz bei der Datenverarbeitung und Rechtssicherheit für die Nutzer gewährleistet sein.