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08.08.2007 > Pressemitteilung

Betriebsrente: Höhere Planungssicherheit in der betrieblichen Altersvorsorge

Wermutstropfen: Wer Ansprüche sichern will, muss nach wie vor fünf Jahre einzahlen
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Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt die Neuregelungen in der betrieblichen Altersvorsorge, die heute von der Bundesregierung vorgelegt wurden. Dies betrifft vor allem die Klarstellung, dass auch künftig die Einzahlungen zur Entgeltumwandlung von Sozialabgaben befreit sind. "Dies ist ein wichtiger Schritt zur besseren Planbarkeit der Altersvorsorge", so vzbv-Vorstand Gerd Billen. Der vzbv bedauert hingegen, dass die ’Frist zur Unverfallbarkeit’ der Altersvorsorge nicht verkürzt wurde. "Der Gesetzgeber hat hier eine Chance verpasst, das Betriebsrentengesetz zu modernisieren und der Arbeitsrealität anzupassen."

Demnach muss man auch in Zukunft fünf Jahre in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen, damit die Ansprüche und die vom Arbeitgeber geleisteten Beiträge nicht verfallen. "Angesichts der immer kürzeren Erwerbsbiographien werden weite Teile der Bevölkerung von einer vom Arbeitgeber finanzierten, unverfallbaren Altersvorsorge ausgeklammert", kritisiert Billen. "Wer von Arbeitnehmern Flexibilität erwartet, kann sie nicht gleichzeitig beim Aufbau der Altersvorsorge ausbremsen." Der vzbv fordert eine Absenkung der Unverfallbarkeitsfrist auf höchstens 3 Jahre.

Entgeltumwandlung auch in Zukunft frei von Sozialabgaben
Nach langen Jahren der Unsicherheit ist nun endlich geklärt, dass die Sozialabgabenfreiheit der Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersvorsorge auch über das Jahr 2008 hinaus Bestand hat. Demnach können auch in Zukunft in der betrieblichen Altersvorsorge bis zu 2.520 Euro sozialabgabenfrei für das Alter angespart werden. Ohne diese Planungssicherheit wäre zu befürchten gewesen, dass bereits im nächsten Jahr Millionen von Arbeitnehmern vor der Wahl gestanden hätten, auf die Beiträge zur Entgeltumwandlung Kranken- und Rentenversicherung zu zahlen oder den Vertrag mit Verlust stillzulegen.

Auch die Pläne zur Senkung des Mindestalters für eine unverfallbare, arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge auf nun 25 Jahre wird vom vzbv begrüßt. Bislang gilt das Alter 30 als Grenze, ab der der Arbeitgeber von einer einmal versprochenen und von ihm bezahlten Altersabsicherung nicht mehr abrücken kann.