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14.01.2011 > Podcast

Neue Regelungen für Gebühren an Geldautomaten

Quelle: 
Mviner – fotolia.com
Die Finanzbranche verspricht, dass am 15. Januar alles besser wird am Geldautomaten: Kostentransparenz und geringere Gebühren. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) befürchtet, dass es nach wie vor eine informierte Abzocke geben wird. Lediglich die Privatbanken haben zugesagt, die Gebühren bei der Abhebung an Fremdautomaten auf 1,95 Euro zu deckeln. Die Preisspanne bei den Gebühren bleibt, und noch immer fehlen Vorgaben für eine einheitliche Kennzeichnung.

Um die eklatanten Unterschiede bei den Automatengebühren zu dokumentieren, ruft der vzbv Verbraucher auf, ihre Erfahrungen mit der neuen Regelung über Twitter mittzuteilen.

Link zur Pressemitteilung vom 14.01.2011

Sendefähige O-Töne von Christian Fronczak, Pressesprecher des vzbv.

O-Ton 1 Christian Fronczak, Pressesprecher des vzbv (0:37 Min)
Informierte Abzocke
Die Finanzbranche verspricht, dass alles besser wird ab 15.01. am Geldautomaten: Kostentransparenz und geringere Gebühren. Wir sind skeptisch. Transparenz ist das eine, eine Deckelung der Gebühren das andere. Wir befürchten, dass es nach wie vor eine informierte Abzocke geben wird. Lediglich die Privatbanken haben zugesagt, die Gebühren bei der Abhebung bei Fremdautomaten auf 1,95 Euro zu deckeln. Die Sparkassen, die Raiffeisenbanken, die Volksbanken müssen da noch nachziehen. Gerade in ländlichen Regionen ist zu befürchten, dass dort, wo keine Alternativen bestehen, die Gebühren nach wie vor in die Höhe schnellen.

O-Ton 2 Christian Fronczak, Pressesprecher des vzbv (0:30 Min)
Befürchtungen
Die Befürchtung, die wir haben, ist, dass es keine Einheitlichkeit bei der Kennzeichnung geben wird. Die Befürchtung, die wir haben, ist, dass es nach wie vor eine große Preisspanne geben wird. Deshalb ist es wichtig, dass hier Druck in die Branche kommt, dass Wettbewerb in die Branche kommt. Das kann nur dazu führen, dass die Preise nach unten gedrückt werden. Gebühren bei Fremdabhebungen von bis zu zehn Euro sind schlichtweg Abzocke. Das müssen wir beenden, von daher kann die Transparenz, die jetzt versprochen wurde, nur ein erster Schritt gewesen sein.

O-Ton 3 Christian Fronczak, Pressesprecher des vzbv (0:32 Min)
Twitter-Aktion
Wir finden die Abzocke am Geldautomaten wirklich abgehoben. Deswegen haben wir eine Aktion gestartet: Unter #abgehoben können uns Twitterer mitteilen, wenn sie am Geldautomaten sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht haben. Ab Samstag, 15.1., ist diese Aktion gestartet. Versehen mit dem Schlagwort #abgehoben können Verbraucher den Namen des Geldinstituts, den Standort des Automaten und die Höhe der Gebühren an uns schicken. Wir kommentieren das auf unserem Twitter-Kanal. Wer will kann auch ein Foto mit der Gebührenanzeige einstellen.

O-Ton 4 Christian Fronczak, Pressesprecher des vzbv (0:29 Min)
Forderung
Wir fordern einen branchenübergreifenden Deckel. Die Größenordnung könnten die 1,95 Euro sein. Dabei ist aber auch zu berücksichtigen, dass dies die maximale Gebühr ist. Das heißt, es nicht so, dass es nicht auch unter den Privatbanken noch einen Wettbewerb nach unten geben kann, denn die realen Kosten liegen weit unter einem Euro. Mit dem Druck der Öffentlichkeit hoffen wir den Wettbewerb so forcieren zu können, dass wir irgendwann auch branchenübergreifend die Gebühren haben, die gerechtfertigt sind.

O-Töne: Christian Schlüter, vzbv

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