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14.01.2016 > Onlinemeldung

Vorsitz der Verbraucherschutzministerkonferenz fordert nachhaltige Lebensmittelproduktion

vzbv unterstützt Schwerpunkte des Ministers Johannes Remmel im Rahmen seines Vorsitzes der Verbraucherschutzministerkonferenz
Quelle: 
industrieblick - fotolia.com
  • vzbv begrüßt Forderung nach einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion und einer nationalen Strategie gegen hohe Lebensmittelverschwendung.
  • vzbv unterstützt Pläne, die Preisgestaltung im Internet transparenter zu gestalten.
  • vzbv befürwortet einen gemeinsamen Beschluss der Verbraucherschutzministerkonferenz zum VW-Skandal.

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat für das Jahr 2016 den Vorsitz der Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK) übernommen. Es wird sich insbesondere für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion und eine nationale Strategie gegen hohe Lebensmittelverschwendung einsetzen. Der vzbv begrüßt das Vorhaben. „Seit Jahren fordert der vzbv von der Bundesregierung ein umfassendes Informationssystem, um das Recht der Verbraucherinnen und Verbraucher auf verlässliche Informationen über ihre Lebensmittel zu verankern. Es ist gut, dass nunmehr auch über die Verbraucherschutzminister der Länder der Druck wieder erhöht wird“, so Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

Ganz oben auf der Tagesordnung der Verbraucherschutzministerkonferenz soll auch die zunehmende individuelle Preisgestaltung im Onlinehandel stehen. Auch der vzbv sieht hier dringenden Handlungsbedarf. „Wie ein Preis zu Stande kommt, muss transparent sein – und Verbraucher müssen die Kontrolle über ihre Daten behalten.“, fordert Klaus Müller. Unternehmen sollten Verbrauchern offenlegen, welche auf sie bezogenen Daten in die Berechnung ihrer individuellen Preise eingehen. Es dürfe keine Diskriminierung im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes geben.

Daneben prangert Nordrhein-Westfalen, als VSMK-Vorsitz, den mangelnden Verbraucherschutz im VW-Skandal an und möchte daher auch dieses Thema auf die Tagesordnung der Verbraucherschutzministerkonferenz setzen. „Der vzbv begrüßt die klaren Worte, denn bisher bleiben die Betroffenen weiterhin in Unsicherheit. Die zuständigen Behörden und Teile der Politik stellen sich schützend vor die Automobilindustrie, Verbraucher stehen bislang im Regen“, so Klaus Müller. Auch auf dem Automobilmarkt muss Klarheit und Wahrheit gelten. Im aktuellen VW-Skandal muss VW den Kunden endlich die Zusage einer klaren Kostenübernahme möglicher Schäden erteilen. Zukünftig würden die Einführung einer Musterfeststellungsklage und Verbesserungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, wie das Gewährleistungsrecht und die Ausweitung der Haftung durch den Hersteller, die Verbraucher effektiv vor Täuschungen von Anbietern schützen.