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07.05.2013 > Onlinemeldung

Verbraucherschutz macht Schule

vzbv verfeinert Bewertung von Unterrichtsmaterialien
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Mit dem Projekt Materialkompass hilft der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) Lehrkräften, sich im Dschungel der Unterrichtsmaterialien zu orientieren. Ziel des Projekts ist es, Verbraucherbildung zu stärken, damit Schülerinnen und Schüler verantwortungsbewusste  Konsumentscheidungen treffen können.  Nach zwei Jahren Laufzeit hat der vzbv die Bewertungskriterien jetzt wissenschaftlich evaluiert und nochmals geschärft.

In der Online-Datenbank Materialkompass können Lehrkräfte anhand von Fächern, Themen und Klassenstufen  nach praxistauglichen Unterrichtsmaterialien zur Verbraucherbildung suchen. Bisher haben die vom vzbv beauftragten Experten mehr als 350 Materialien auf ihre inhaltliche, didaktische und gestalterische Qualität überprüft. Das Bewertungsraster basiert auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts „Reform der Ernährungs- und Verbraucherbildung an Schulen“ (Revis) und den Kriterien der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE).  

Ende 2012 hat der vzbv eine Evaluation des Bewertungsrasters in Auftrag gegeben und es jetzt anhand sozialwissenschaftlicher und wirtschaftsdidaktischer Kriterien verfeinert. Insbesondere Materialien mit groben fachlichen Mängeln sowie diskriminierenden oder interessengeleiteten Darstellungen sollen künftig stärker abgewertet und als „mangelhaft“ gekennzeichnet werden.  

Die Datenbank listet bewusst auch negativ bewertete Materialien auf, um Lehrkräfte explizit darauf hinzuweisen, dass einige Publikationen tendenziös und interessengeleitet sind. Der Materialkompass hilft, solche Veröffentlichungen zu erkennen und versteckte Werbung gezielt auszusortieren.  

Bei der Bewertung arbeitet der Materialkompass mit einem begründeten schriftlichen Urteil und einem Punktesystem. Vier Sterne entsprechen der Schulnote „sehr gut“, null Sterne bedeuten „mangelhaft“. Dazwischen liegen die Bewertungen „gut“ (drei Sterne), „befriedigend“ (zwei Sterne) und „ausreichend“ (ein Stern).  

Der Materialkompass ist seit September 2011 online. Das Projekt ist Teil der „Initiative Verbraucherbildung – Konsumkompetenz stärken“, die das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Jahr 2010 gestartet hat.  

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