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29.12.2011 > Onlinemeldung

Verbraucher müssen sich auf Testurteile verlassen können

Kampf gegen unzulässige Werbung mit Testergebnissen
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Ein gutes Testergebnis der Stiftung Warentest ist für viele Verbraucher ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung der Verbraucher. Deshalb ist die Versuchung für Hersteller und Händler groß, bei einer Werbung mit einem Testergebnis zu schummeln. Der vzbv geht seit vielen Jahren in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest gezielt gegen unzulässige Werbung vor. Im Jahr werden circa 100 Abmahnungen ausgesprochen.

Nicht nur die Händler und Hersteller, die auch tatsächlich für gut befunden wurden, werben mit einem guten Testergebnis. Testergebnisse werden zum Beispiel auch auf nicht getestete Produkte übertragen, nicht korrekt wiedergegeben oder mit günstigen Einzelaussagen einseitig hervorgehoben. So kommt es vor, dass als Testsieger bezeichnete Produkte gar nicht am besten im Test abgeschnitten haben. Auch gibt es die Tendenz, Aussagen selber zu kreieren und dann der Stiftung Watentest in den Mund zu legen.

Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest

Die Werbung wird laufend in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest überprüft. Die Zahl der Wettbewerbsverstöße ist in den letzten Jahren gleich geblieben. Pro Jahr werden ca. 100 Abmahnungen ausgesprochen. Die überwiegende Zahl der Fälle, das heißt circa 80 Prozent, werden außergerichtlich erledigt: Die Werbung wird geändert und eine Unterlassungserklärung abgegeben.

Einige Klageverfahren wurden eingereicht. Durch die laufende Marktbereinigung wurde erreicht, dass krasse Wettbewerbsverstöße, wie die Erfindung eines guten Testurteils, selten geworden sind. In der überwiegenden Zahl der überprüften Fälle sind die Angaben zutreffend. Durch die zahlreichen Klageverfahren existiert in den meisten Bereichen, eine gefestigte Rechtsprechung, beispielsweise wie bei Werbung mit einen veralteten Testergebnis.

Verstöße melden

Für Hinweise auf unlautere Werbung sind wir dankbar. Diese können wir abstellen, sofern Sie uns den Verstoß mit folgenden Angaben melden:

  • Name und Anschrift der Firma;
  • Original der Werbung, also Prospekt, Broschüre, Verpackung; 
  •  Bei Werbung im Netz ein Screenshot anfertigen;
  • Wenn Sie die Werbung nur gesehen haben, etwa auf einem Plakat, bitte ein Foto machen. Dazu brauchen wir die Angabe, wann, wo und von wem das Foto gemacht wurde.
  • Warum ist die Werbung aus Ihrer Sicht unzulässig?